Quick Talk – Anerkennung: Es war ein mal…

Ich bin ein großer Theater-Fan. Begonnen hat es ganz süß. Zusammen mit Julia und unserem Opa habe ich zu Weihnachten kurze Filme für unsere Eltern zu Weihnachten gedreht. Opa als Regisseur sowie Ton- und Kameramann und wir Kinder als Drehbuchautoren und Schauspieler.

Unter anderem habe ich einmal bei dem Stück „Die kleine Hexe“ mitgespielt und bin dabei in die Rolle der Muhmerumpumpel, der aller fiesesten Hexe, geschlüpft. In einer Szene gab es eine Verfolgungsjagt durch den Zuschauerraum, die in einem Black endete. Der ganze Raum war dunkel und muckmäuschenstill bis ein kleiner Junge mit einem zaghaften „Mama, ich habe Angst“ die Stille durchbrach. Wir mussten wohl sehr überzeugend gewesen sein.

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Leider war ich dann irgendwann zu alt um weiter in der Theater AG mitspielen zu können. Kurzerhand habe ich mich mit einer Freundin zusammengetan und wir haben einen eigene Theater AG gegründet. Wir haben ein Stück geschrieben, es mit den Kindern in der Mittagspause geprobt, ein Bühnenbild zusammengehämmert, Kostüme organisiert und alles erledigt was sonst noch dazugehört.

Dann kam er der große Tag. Freund, Lehrer, Eltern. Alle waren da. Die Aula platze bald aus allen Nähten. Es war viel aufregender als selbst auf der Bühne zu stehen, denn dieses Mal lag der Klick-Moment nicht in meinen Händen. Ich konnte einfach nur noch da sitzen und zusehen. Doch die Kinder haben es super gemacht, sind völlig aufgeblüht.

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Ich war so erleichtert als das Stück zu Ende war und meine Freundin und ich nach einer kurzen Ansprache von der Bühne runter kamen. Und dann standen sie da, meine Schwester, meine Mutter, meine ganze Familie. Doch Julia und meine Mutter standen nicht nur da, sie weinten, die Gesichter aufgequollen, rote Augen, triefende Nasen. Sie wussten nicht was sie sagen sollten, waren sprachlos und das war einer meiner schönsten Momente. Eine große Anerkennung, die mir entgegen gebracht wurde. Julia und meine Mutter – die sonst reden wie Wasserfälle, ohne Punkt und Komma – denen blieb die Spucke weg.

Ich wünsche euch allen, dass ihr die Anerkennung bekommt, die ihr verdient habt!

Kategorie Im Gespräch, Quick Talk
Anna

Ich bin Anna. Ein leidenschaftlicher, kreativer Mensch. Ich bin stolze Öko-Tante und vergesse dennoch gelegentlich hinter mir das Licht auszumachen. Nicht ein Einzelner muss alles perfekt machen. Lasst uns zusammen daran arbeiten, die Welt wieder ein Stück grüner zu machen!

5 Kommentare

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  2. Ach Gott ist das schön!!
    Es gibt einfach nichts schöneres als Anerkennung für seine Arbeit zu bekommen, egal ob als Mutter, als Arbeitnehmerin oder privat in einer Theater AG!
    Ich glaube auch die Kinder, die euer Stück spielen durften waren mehr als dankbar – denn sie konnten darin aufgehen, so wie du früher!
    Liebe Grüße
    Jenny

    • Anna

      Man sollte seine Anerkennung wirklich öfter zum Ausdruck bringen.
      Das war damals eine sehr tolle Truppe. Es hat uns allen riesig Spaß zusammen gemacht – Klein und Groß. Heute kann ich es kauf fassen, dass meine Theaterzwerge bald alle größere sind als ich.

      Ganz liebe Grüße zurück,

      Anna

  3. da kriege ich ja direkt Pippi in die Augen! kann dir da nur zustimmen ehrliche Anerkennung und ist soviel wert und gibt einem so viel 🙂 vor allem, wenn man etwas alleine geschafft hat, also ohne die „übliche“ Unterstützung von Eltern & Co.
    ich finde es so toll und wichtig, dass man in der Familie für einander da ist und zusammen hält, dass ich es mir gar nicht anders vorstellen kann!

    Liebe Grüße Katrin

    • Anna

      Vielen lieben Dank für deine herzlichen Worte, Katrin. Ja, da kommt zu der Anerkennung auch gleich von etwas Stolz dazu.
      Der Familien-Zusammenhalt wird bei Julia und mir auch groß geschrieben. Das war schon immer so und wird auch immer so sein.

      Ganz liebe Grüße,

      Anna

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