Der nachhaltige Kleiderschrank Part 5: Die Shopping-Regeln

Nach den ersten vier Schritten der Serie „Der nachhaltige Kleiderschrank“ blicken wir in einen ausgemisteten und ordentlichen Kleiderschrank. Und dennoch folgt ein weiterer, abschließender Artikel. In diesem erzähle ich euch ein wenig über meine selbst auferlegten Shopping-Regeln.

Bevor wir uns den Shopping-Regeln widmen, an dieser Stelle nochmals sämtliche Artikel der Serie „Der nachhaltige Kleiderschrank“ und somit die einzelnen Schritte des Prozesses hin zu einem ordentlichen und nachhaltigen Kleiderschrank im Überblick:

1 // Stil
2 // Bestandsaufnahme
3 // Ausmisten
4 // Ordnung
5 // Shopping-Regeln

Nachdem nun fachmännisch aussortiert und geordnet wurde, tritt vermutlich zunächst ein Gefühl der Zufriedenheit ein. Sicherlich genießt ihr den Anblick eures Kleiderschrankes. Damit dieses Gefühl erhalten bleibt, können Shopping-Regeln, die ihr selbst aufstellt, eine Stütze sein.

5 Fragen, die ich mir vor dem Kauf eines Kleidungsstückes stelle

Meine Shopping-Regeln sind ganz bewusst nicht als Aussagen formuliert. Jede meiner Regeln habe ich mit einer Frage verbunden. So fällt es leichter die Regeln einzuhalten, da ich im Kopf bloß noch den Fragenkatalog abarbeiten muss. Mittlerweile geschieht das ganz automatisch.

1. Brauche ich das wirklich?

Lautet die Antwort auf diese Frage „Nein“, sind die restlichen Fragen irrelevant. Denn etwas, was nicht gebraucht wird, sollte nicht in den Kleiderschrank einziehen. Bewusster Konsum ist für mich das A und O eines nachhaltigen Kleiderschrankes. Nun ist das mit dem „Brauchen“ bei Kleidungsstücken immer so eine Sache. Natürlich braucht niemand ein schwarzes Kleid zum Überleben. Aber vielleicht eignet es sich besonders gut als Büro-Outfit und wird daher oft zum Einsatz kommen. Die Frage könnte daher auch so formuliert werden: „Wann und wie oft werde ich dieses Teil anziehen?“. Etwas, das ich persönlich tatsächlich benötige, ist ein warmer Wintermantel. Der Mantel, den ich mittlerweile seit 4 Wintern trage, ist bloß ein Übergangsmantel und hat mich lediglich Dank Zwiebellook durch die kalten Jahreszeiten gebracht.

2. Passt das Kleidungsstück zu meinem Stil und den Teilen in meinem Schrank?

Im ersten Teil der Artikelserie „Der nachhaltige Kleiderschrank“ haben wir uns intensiv mit dem eigenen Stil auseinandergesetzt. Alle Teile, die nicht diesem Stil entsprachen, sind aus dem Kleiderschrank geflogen. Logischerweise sollten daher nun bloß neue Teile einziehen, die wirklich zu euch passen und auch nach langer Zeit noch gefallen. Ruft euch daher beim Shopping immer wieder euer Moodboard in den Hinterkopf.

3. Bekomme ich das auch aus zweiter Hand?

Das nachhaltigste Kleidungsstück ist immer noch das, das nicht neu produziert werden muss. Second Hand Mode ist aber nicht bloß besonders nachhaltig. Sie ermöglicht euch zudem sich modisch ein wenig auszutoben, da ihr euch nicht zwangsweise auf die Fair Fashion Labels beschränken müsst. Schaut dazu einfach einmal bei Second Hand Läden & Flohmärkten bei euch in der Region vorbei oder aber online auf Plattformen wie Kleiderkreisel.

4. Wurde es fair & nachhaltig produziert?

Kaufe ich ein Teil neu, dann schaue ich mir zunächst die Materialangaben des Stoffes und den Herstellungsprozess genauer an. Wurde Bio-Baumwolle verwendet? Wurden die Näherinnen fair entlohnt? Antworten auf diese Fragen können Siegel geben. Bloggerin Wiebke hat auf Sloris einen Siegel-Guide erstellt, mit dem man sich einen guten ersten Überblick für die Fair Fashion Siegel verschaffen kann. Auf dem Blog justinekeptcalmandwentvegan findet ihr zudem einen Fair Fashion Guide mit einer super langen Liste von nachhaltigen Labels.

5. Ist die Qualität gut?

Ein Kleidungsstück, das genau zum eigenen Stil passt und für das man vielleicht sogar einen festen Verwendungszweck hat (beispielsweise als Büro-Outfit), das kann einen gut und gerne ein paar Jahre begleiten. Beim Kauf solltet ihr daher unbedingt auf eine gute Qualität achten. Wenn die Qualität stimmt, lohnt es sich ein wenig mehr für ein einzelnes Teil auszugeben. Im vierten Teil der Artikelserie „Der nachhaltige Kleiderschrank“ habe ich zudem bereits etwas über das Thema „Waschen“ in Bezug auf die Langlebigkeit von Kleidungsstücken geschrieben.

Habt auch ihr Shopping-Regeln?

Stellt ihr euch vor dem Kauf eines neuen Kleidungsstückes ähnlich Fragen? Oder habt ihr vielleicht noch ganz andere Regeln aufgestellt? Wie etwa „bloß 2 neue Kleidungsstücke pro Monat“? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen, ich bin gespannt!

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerkenMerkenMerken

Kategorie Fair Fashion

Ich bin Julia. Den Blog subvoyage habe ich im August 2015 gegründet und erzähle seitdem hier von meiner Reise zu einem nachhaltigeren Lifestyle. Im Oktober werde ich zum ersten Mal Mutter – ein großes Abenteuer.

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.