Quick Talk: Die ersten Wochen als Mama

Auf den Tag genau ist Amelie heute 5 Wochen alt. 35 tolle Tage bin ich nun bereits Mutter einer großartigen Tochter. 5 Wochen, die unser Leben wahrlich auf den Kopf gestellt haben. In diesem Artikel möchte ich ein wenig darüber plaudern, wie die ersten Wochen als Mama so waren.

Heute geht es bestimmt noch nicht los, die Wehen legen sich gleich sicherlich wie üblich wieder. Das waren meine Gedanken am Dienstag Abend vor 5 Wochen. Und ob’s los ging! Ich war ganz schön aufgeregt. Glücklicherweise wurden die Wehen ersten gegen 18 Uhr stärker und regelmäßiger – genau zur Feierabendzeit meines Freundes. Um 21 Uhr waren wir im Krankenhaus und 6,5 Stunden später um 3:18 Uhr war Amelie auch schon da. Dieser Artikel soll kein Geburtsbericht werden. Und dennoch schätze ich mich unheimlich glücklich sagen zu können, dass alles bestens verlief und ich freudig an die Geburt zurückdenke.

die ersten Wochen als Mama Mutter Leben mit Baby Kind Mamaalltag Blog subvoyage Julia Recker

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Da war sie nun. Meine Tochter. Unsere Tochter. Immer wieder lasse ich mir Details der Geburt von meinen Freund erzählen, da ich diese zum Ende hin selbst nicht mehr ganz so bewusst wahrgenommen habe. „Als sie da war hast du ganz verliebt gegluckst“. Und das bin ich auch. Verliebt in dieses winzige Wesen. Unendlich verliebt. Die drei Nächte im Krankenhaus habe ich so gut wie gar nicht geschlafen. Ununterbrochen musste ich Amelie anschauen. An ihr riechen. Ihr sanft über den Kopf streicheln.

Ja, ich hatte Schmerzen. Von der Geburt und auch während der Anfangszeit des Stillens. Dolle Schmerzen teilweise. Gewiss habe ich die ein oder andere Träne vergossen, keine Frage. Doch ich wusste stets wofür sie gut waren. Für meine Amelie. Die schmerzhafte Zeit ging schneller rum als gedacht und nun kann ich den Alltag mit ihr noch viel intensiver genießen. Nachdem ich vergangene Woche außerplanmäßig noch einen Weisheitszahn gezogen bekommen habe, kann ich nun sagen: mir geht es blendend. Sowohl körperlich als auch in meiner neuen Rolle als Mutter.

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Wir lernen so viel von unseren Kindern, heißt es immer. Und das stimmt. Bereits nach 5 Wochen kann ich das bestätigen. Ich bin ein Mensch, der gerne Dinge durchorganisiert und To-Do-Listen schreibt. Sicherlich werde ich diese Eigenschaft nicht vollkommen ablegen. Doch ich weiß nun, dass es anders – mit deutlich mehr Spontanität – ebenso gut funktionieren kann. Und ich fühle mich gut damit. Amelie hat ihren eigenen Kopf und ihren eigenen Rhythmus, der momentan meist noch gar kein richtiger Rhythmus ist. Mit Spontanität meinerseits lässt sich das deutlich besser vereinbaren als dass ich mich durch das strickte Festhalten an meinen Plan nur selber unnötig stresse. Und dadurch letztendlich auch Amelie stresse. Während der U3 hat die Kinderärztin zu mir gesagt: „Die Amelie ist ja eine total liebe. Sie wirken auf mich aber auch sehr entspannt. Wenn die Mutter so entspannt ist, wirkt sich das auch auf das Kind aus“. Ich bin erstaunt über diese Feststellung, gleichzeitig aber auch unheimlich stolz auf mich selbst, dass mir das gelassen sein bisher so gut gelingt.

Ich bin nicht nur auf mich selbst stolz, sondern genau so auch auf meine Tochter. Nach 5 Wochen sind wir bereits ein gutes Team. Durch jeden Tag, der vergeht, wachsen wir enger zusammen. Ich habe bereits kurz erwähnt, dass ich vergangene Woche einen Weisheitszahn gezogen bekommen habe. Amelie war mit 4 Wochen deswegen bereits dreimal beim Zahnarzt. Mal mit auf dem Behandlungsstuhl, mal schlummernd im Arm der Zahnarzthelferin. Das verlief alles relativ zügig und spontan, daher hatte ich keine Gelegenheit einen Babysitter für Amelie zu organisieren. Sie musste also mit. Beim ersten Arztbesuch dachte ich noch „Ohje, das kann was geben“. Den ersten großen Ausflug mit Amelie hatte ich mir anders vorgestellt. Doch wir haben das gut gemeistert. Als Team. Mit Mal zu Mal wurde ich sicherer. Das liebe Praxisteam hat dazu an dieser Stelle definitiv einen großen Beitrag geleistet. Man ist auf mich als frisch gebackene Mama eingegangen, hat mich ohne Termin stets sofort dazwischen genommen und sich um mein Baby gekümmert. Ehrlich gesagt war ich darüber erstaunt und ich bin gespannt, welche Erfahrungen wir noch sammeln werden was die Kinderfreundlichkeit von Ärzten & Co angeht. Auch wenn man sich von Beginn an wohl fühlt, muss man in diese neue Rolle eben doch zunächst reinwachsen. Sich neu zurechtfinden, neue Abläufe entwickeln.

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Man mag meinen, ich stecke mitten in einer rosaroten Welt. Ich möchte an dieser Stelle nichts schön reden. Ein Baby beansprucht gerade in den ersten Wochen die gesamte Aufmerksamkeit der Mutter. Wenn ich mit Amelie tagsüber alleine bin ist „mal eben entspannt duschen gehen“ wie früher nicht mehr drin. Selbst wenn sie friedlich schläft – sie könnte jeden Augenblick wieder aufwachen. Aber ich mache all das, was ich für sie tue, unheimlich gerne. Bin gerne für sie da. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass wir ein unglaublich pflegeleichtes Baby haben. Amelie hat kaum mit Bauchweh zu kämpfen und nachts wacht sie meist bloß einmal gegen 3 Uhr auf. Ausnahmen gibt es natürlich immer mal wieder. Aber wir können uns definitiv nicht beschweren. Uns ist bewusst, dass auch andere Phasen folgen werden. Etwa während der Entwicklungsschübe oder aber wenn die ersten Zähnchen kommen. Im Augenblick sind wir aber einfach rundum zufrieden, glücklich und vor allen Dingen auch unendlich dankbar.

Die ersten Wochen als Mama – Eure Fragen & Meine Antworten

Auf Instagram habe ich euch gebeten mir eure Fragen zukommen zu lassen, solltet ihr welche an mich zum Thema „Die ersten Wochen als Mama“ haben. Natürlich möchte ich diese nun gerne beantworten.

Wie hat sich dein Arbeitsalltag als Selbstständige seit der Geburt verändert?

Bereits 2 Wochen nach Geburt habe ich angefangen wieder ein klein wenig am Schreibtisch im Home Office zu arbeiten. Ich habe Mails beantwortet, die Website eines Kunden aktualisiert und neue Blogartikel vorbereitet. In meiner Abwesenheitsnotiz steht, dass ich zunächst lediglich dienstags und donnerstags wieder arbeite. Dies sind die Tage, an denen ich auf jeden Fall in mein Malifach gucke. Ansonsten schauen ich momentan was der Tag jeweils so bringt und wie sich eventuell ein wenig Arbeit unterbringen lässt während Amelie schläft. Mal liegt Amelie im rollbaren Beistellbett neben mir im Büro. Mal sind wir gemeinsam im Wohnzimmer auf dem Sofa – sie schlummernd im Nestchen, ich am Laptop. Und wieder ein anderes Mal wippe ich mit ihr im Tragetuch im Flur auf und ab vor dem Laptop, den ich auf einem Schrank positioniert habe sodass ich im Stehen tippen kann. Man muss nur erfinderisch sein. Was sich also definitiv bereits geändert hat sind die Plätze, an denen ich arbeite.

Mein Plan schaute wie folgt aus: zunächst 2 Wochen komplett offline nach der Geburt, dann ab diesen 2 Wochen zumindest wieder erreichbar sein für meine Kunden und 6-8 Wochen nach Geburt langsam wieder mit höherem Pensum einsteigen. Bis das Arbeiten daheim gemeinsam mit Baby richtig gut klappt, dauert es vermutlich noch ein wenig. Und das ist auch in Ordnung so. Ehrlich gesagt muss ich gestehen, dass ich zunächst ein wenig wehmütig war nicht das klassische Elternzeitjahr genießen zu können. Oder gar zwei dieser Jahre. Mittlerweile freue ich mich aber sogar wieder auf mein Working-Mum-Dasein und bin mir sicher meiner Amelie dennoch gerecht werden zu können. Ich bin froh einen Beruf zu haben, bei dem ich so flexibel sein und den ich von zu Hause ausüben kann. Auch das werden wir als Team gemeinsam meistern.

Da ich aktuell – 5 Wochen nach Geburt – noch keinen richtigen Arbeitsalltag gemeinsam mit Baby habe, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt in einem gesonderten Artikel auf diese Frage sicherlich nochmals ausführlicher eingehen.

Wie bist du mit der anfänglichen Überforderung/Angst etwas falsch zu machen umgegangen?

Ich bin selbst ganz fasziniert davon, in wie oft man im Umgang mit dem eigenen Kind intuitiv handelt. Weder in meiner Familie noch im Freundeskreis gibt es kleine Kinder. Ich hatte bisher also kaum die Gelegenheit Erfahrungen zu sammeln wie man ein Baby auf dem Arm hält, geschweige denn es anzieht oder wickelt. Und dennoch war es das selbstverständlichste mein Baby nach der Geburt auf dem Arm zu halten.

Gemeinsam mit meinem Freund habe ich einen Geburtsvorbereitungskurs besucht und dort auch einiges über die erste Zeit mit Baby gelernt. Zudem habe ich gerade über die Entwicklung von Babys viel in Büchern aber auch online gelesen. Wissen ist schließlich auch hier Macht. Wenn ich etwa weiß, dass ein Entwicklungsschub ansteht, habe ich nicht gleich das Gefühl etwas falsch zu machen wenn mein Baby weint obwohl es satt und frisch gewickelt ist. Vermutlich hat es mit dem Schub zu kämpfen. Diese Hintergründe zu verstehen hilft mir ungemein und lassen die Angst erst gar nicht wirklich aufkommen.

Beim zweiten Kind könnte ich mir durchaus vorstellen ambulant zu entbinden, sprich etwa 4 Stunden nach der Geburt wieder nach Hause zu fahren. Beim ersten Kind waren die 3 Nächte im Krankenhaus jedoch äußerst hilfreich. Das erste Mal wickeln, das erste Mal stillen, das erste Mal Bauchweh lindern. Bei all diesen Dingen hatte ich nette Kinderkrankenschwester an meiner Seite, deren Hilfe ich liebend gerne angenommen habe. Durch diese Art kleinen Crashkurs habe ich mich nach dem Krankenhausaufenthalt bestens auf das Leben alleine mit Kind zu Hause vorbereitet gefühlt.

Wobei „alleine“ ja gar nicht stimmt. Ich habe einen tollen Partner an meiner Seite, der sich genau so liebevoll um unsere kleine Amelie kümmert und mir eine ungemein große Stütze ist. Auch das macht unheimlich viel aus.

Unter’m Strich kann ich sagen, dass ich gewiss einmal ein wenig gestresst war oder ein kleines Tief hatte, Überforderung und Angst blieben mir (bisher!) jedoch erspart. Was dazu beigetragen hat: vorab Wissen durch Lesen und Kurse aneignen, Hilfe annehmen, Vertrauen in sich selbst und das eigene Kind, Unterstützung eines Partners.

Habt ihr noch weitere Fragen zum Thema „Die ersten Wochen als Mama“? Da neben der Nachhaltigkeit als solche auch immer wieder unser persönlicher Alltag auf diesem Blog Platz findet, wird sicherlich noch der ein oder andere Artikel zum Mamaalltag folgen ähnlich wie der Beitrag zur nachhaltigen Baby-Erstausstattung oder der mit persönlichen Gedanken zum Thema „jung Mutter werden„.

Kategorie Lifestyle

Ich bin Julia. Den Blog subvoyage habe ich im August 2015 gegründet und erzähle seitdem hier von meiner Reise zu einem nachhaltigeren Lifestyle. Im Oktober werde ich zum ersten Mal Mutter – ein großes Abenteuer.

4 Kommentare

  1. Pingback: Der nachhaltige Kleiderschrank Part 1: Den eigenen Stil finden

  2. Schön. 🙂
    Einfach nur schön, die Bilder, deine Erfahrungen und Selbsterkenntnisse, euer Alltag und deine Einstellung dazu.

    Ich wünsche dir, dass es weiter so schön entspannt läuft für euch drei!

    Liebe Grüße,
    Vera

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