Fair-Fashion: Loopschal aus Bio-Baumwolle von SHIPSHEIP

Kennt ihr diese kratzigen Schals, die euren Haaren so gar nicht gut tun? Ein warmer Schal gehört zu so einem richtigen Winteroutfit einfach dazu. Die Qualität ist mir hier besonders wichtig, einmal schon wegen meiner Haare. SHIPSHEIP produziert genau solche Schals mit Potential zum neuen Lieblings-Accessoire. 

SHIPSHEIP ist ein Fair-Fashion-Label, das mir bereits im Colabor – dem Co-Workingspace in Ehrenfeld, in dem ich lange gesessen habe – mit seinem minimalistischen Style ins Auge gefallen ist. Die Stücke von SHIPSHEIP sehen nicht nur toll aus, sie werden auch ökologisch, transparent und ganzheitlich durchdacht produziert. Wieder ein neues faires Label, über das ich mich unglaublich freue!

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©SHIPSHEIP – Die beiden Gründerinnen Danny und Joana auf ihrer Indienreise

Um euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen von SHIPSHEIP geben zu können, durfte ich den beiden Gründerinnen Danny und Joana 5 Fragen stellen, die sie für euch gerne beantwortet haben.

Natürlich dürfen auch ein paar Bilder von unserem SHIPSHEIP-Lieblingsteil, dem Loop GINN TIE, nicht fehlen. Für den Artikel „Vegane Boots & Lyocell-Shirt – fair und warm durch den Winter“ stand ich vor der Kamera und Anna dahinter. Diesmal haben wir den Spieß einfach umgedreht und ihr bekommt ein paar Schnappschüsse von mir mit Anna zu sehen. So, nun aber zu den 5 Antworten von Danny und Joana:

1. Wie entstand die Idee das Modelabel SHIPSHEIP zu gründen und wer steckt hinter dem Label?

Hinter SHIPSHEIP stecken Joana, Modedesignerin, und Danny, Theologin. 2011 haben wir kurz zusammen in Berlin gewohnt – und dort ist auch die Idee entstanden. Im Grunde genommen hat sich die Idee ganz natürlich ergeben, weil sie nicht nur das verbindet, was wir studiert haben, sondern unsere ganz persönlichen Interessen und Überzeugungen kombiniert.

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Für uns stand immer schon fest, dass Handel und Konsum ausschließlich unter fairen, nachhaltigen Bedingungen ablaufen sollten. Weil wir weder andere Menschen, noch die Umwelt dafür zahlen lassen möchten, dass wir uns das siebenundachtzigste Shirt kaufen können. Gleichzeitig sind wir beide modeaffin. Hinter Mode steckt für uns mehr als nur ein Trend oder eine Funktion. Vielmehr sollte sie Ausdruck sein, unser Wohlbefinden steigern und das Leben ein wenig schöner machen.

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Für uns stand daher schnell fest, was wir wollten: Ästhetik und Ethik kompromisslos verbinden. Und damit ein Modelabel starten, dass weder nach Öko-Mode aussieht noch seinen Profit auf Kosten anderer macht.

2. Was hat es mit dem Namen SHIPSHEIP auf sich?



Wer selber schon einmal nach einem guten Namen gesucht hat, weiß, dass das nicht immer ganz einfach ist. Tatsächlich gab es mehrere Varianten, bevor wir uns auf SHIPSHEIP geeinigt haben. Jetzt sind wir damit aber umso zufriedener, weil der Name nicht nur eingänglich ist, sondern die Bedeutung auch perfekt passt.

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Der Name leitet sich nämlich von der nautischen Phrase „It’s all shipshape and Bristol Fashion“ ab, die man früher dafür benutzt hat, wenn beispielsweise das Schiffsdeck blitzeblank geschrubbt war. Die Aussage ist also, dass alles tadellos in Ordnung ist. Und genau das ist unser Anspruch bei SHIPSHEIP. Durch die etwas geänderte Schreibweise, angelehnt an die Lautschrift, haben wir unseren Eigennamen entwickelt, um leichter wiedererkannt zu werden.

3. Ihr kooperiert mit den 3FREUNDEN. Wie kam diese Kooperation zustande und wie sieht sie genau aus?

Auf der Suche nach Handelspartnern, die nach unseren Vorstellungen produzieren, sind wir über einen Tipp eines Freundes bei den 3FREUNDEN gelandet. Denn die bieten genau das, woran man als kleines Label sonst leicht scheitern kann: kleine Bestellmengen ordern zu können. Außerdem übernehmen sie für uns organisatorische Dinge, wie Transport, Zoll und Lizensierung.

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Wenn wir also Produkte bestellen, sprechen wir die Prototypen zwar mit der Manufaktur in Indien selber ab, Bestellung und Abwicklung läuft dann aber über die 3FREUNDE als unser Zwischenlieferant. Außerdem konnten wir so einfach auf eine Wertschöpfungskette – vom Baumwollfeld bis zur Näherei – zurückgreifen, die nicht nur unseren Ansprüchen genügt, sondern sich bereits jahrelang bewährt hat.

4. Ihr bezieht eure Bio-Baumwolle aus Indien und produziert eure Kleidungsstücke dort. Warum habt ihr euch genau für diese Produktionsstätten entschieden?

Zum einen war es uns wichtig, in einem Land zu produzieren, statt – wie es in der Textilbranche leider üblich ist – über die ganze Welt verteilt. Zum anderen wollen wir mit unseren Produkten den fairen Handel unterstützen. Das bedeutet, dass die Kleinbauern, die unsere Baumwolle anbauen, eine zusätzliche Unterstützung erhalten. Nicht nur in Form von höheren Rohstoffpreisen und der Fairtrade-Prämie, sondern auch durch Weiterbildungsmöglichkeiten, Vorfinanzierungen oder den Austausch von Gerätschaften. Denn insbesondere die Kleinbauern leben häufig in extremer Armut, die durch konventionelle Handelsformen nur noch schlimmer wird.

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Das heißt aber natürlich nicht, dass alle weiteren Schritte nicht gefördert werden: Unsere ganze Wertschöpfungskette unterliegt sozialen Mindeststandards sowie strengen ökologischen Kriterien. Das wird regelmäßig von GOTS überprüft.

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Durch die Kooperation mit den 3FREUNDEN konnten wir genau diese Ansprüche umsetzen. Außerdem haben wir, als wir selber unsere Wertschöpfungskette abgereist sind, sehr davon profitiert, überall bereits Ansprechpartner und engagierte Dolmetscher zu haben.

5. In eurem Online-Shop finden Liebhaber fairer Mode aktuelle 5 Accessoires. Wird es bald weitere Produkte geben?



Hoffentlich! Unsere Crowdfundingkampagne ist gerade auf Startnext gestartet, über die wir unsere zweite Kollektion finanzieren wollen. Wenn alles erfolgreich läuft, gibt es bald schon die ersten SHIPSHEIP-Cardigans. Außerdem wollen wir weitere Farben in unser Sortiment aufnehmen und das ganze um zwei hübsche Herrenaccessoires – Fliege & Krawatte – ergänzen.

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Was für uns wichtig ist: ein unkompliziertes, entspanntes Design, das man länger als nur eine Saison tragen kann. Nicht zuletzt natürlich auch, weil unsere Qualität besonders langlebig ist.

Überzeugt durch das ganzheitliche Konzept von SHIPSHEIP

Wir sind absolut begeistert von dem Schal. Er fühlt sich toll an und ist unglaublich groß – was die Größe angeht waren wir tatsächlich ganz überrascht. Der Loop lässt sich zum Wärmen sowohl bequem doppelt geschlungen eng um den Hals tragen oder aber lässig offen als Modeaccesoire.

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Ebenso wie Danny und Joana ist auch uns nicht nur ein tolles Design wichtig, sondern das ganzheitliche und nachhaltige Konzept hinter dem Kleidungsstück. SHIPSHEIP setzt diese Kombination perfekt um und hat uns daher auf ganzer Linien überzeugt. Wir drücken den beiden sämtliche Daumen für ihre Crowdfundingkampagne!

Fair-Fashion-Outfit: Das trägt Anna!

Schal | SHIPSHEIP (Bio-Baumwolle)
Longsleeve | Armedangels (aus dem natürlichen Rohstoff Modal)
Jeans | MUD Jeans (Bio-Baumwolle, recyclebar über den Shop)
Boots | Willis London (vegan & fair)

Habt ihr euren Lieblingsschal bereits gefunden?

Ich trage meist ein und den selben Schal. Ein dunkelgrauer, der zu so gut wie allem passt. In meinem Schrank befindet sich lediglich noch ein weiterer hellgrauer, der immer dann zum Einsatz kommt wenn das Outfit mir ansonsten zu dunkel wäre. Mit dem Schal von SHIPSHEIP habe ich nun eine tolle zweite Alternative, die perfekt zu meinen Outfits passt. Habt ihr euren Lieblingsschal bereits gefunden? Welche Kriterien muss ein Lieblingsschal für euch erfüllen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen 🙂


Für diesen Artikel haben wir den Schal von SHIPSHEIP zur Verfügung gestellt bekommen, vielen lieben Dank dafür!

3 Kommentare

  1. Ein schöner Artikel! Und immer wieder ist’s schön – und motivierend! – zu sehen, wie viele bewusste Labels überall aus dem Boden schießen 🙂

  2. Zur Zeit bin ich mit meiner Schal-Sammlung recht zufrieden, aber sollte ich noch einen weiteren suchen, schaue ich auf jeden Fall mal bei diesem Label.
    Die Idee, direkt in Indien produzieren und so die Kleinbauern zu unterstützen, finde ich sehr gut und Shipsheip ist mir sehr sympatisch geworden 🙂
    Toll, dass dieses Mal Anna vor der Kamera stand. Bilder von Julia finde ich auch immer wieder schön, aber so rückt ihr beide als Schwestern in den Mittelpunkt – super!

    Liebe Grüße
    Julia | http://www.schriftundherz.com

  3. Ein wirklich toller Beitrag, besonders weil du auch einmal hinter die Kulissen geguckt hast & das fand ich besonders gut daran 🙂 Ich finde es gibt nichts schlimmeres als kratzende Stoffe auf der Haut zu tragen & deshalb wäre so ein Schal sicherlich auch etwas passendes für mich. Die Marke kannte ich bis jetzt noch nicht, aber du hast mit deinem Beitrag definitiv meine Aufmerksamkeit geweckt. Die Bilder dazu sehen super aus 🙂

    Liebe Grüße 🙂

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