Help Don’t Hate – Spendenaktion für Geflüchtete

Ein Thema, mit dem wir alle bald täglich konfrontiert werden: Die Flüchtlingsproblematik. Ein Thema, das komplex ist und Menschen aufwühlt. Ein Thema, das für mich nun seit über einem Jahr eine Herzensangelegenheit ist. Ein Thema, bei dem jeder etwas bewegen kann.

Auf die Mittwoch Nachmittage freue ich mich jede Woche schon immer ganz besonders. Seit Oktober 2014 bin ich ein Teil des Projektes MIM (Mädchen – Integration – Medien) des Mädchentreffs girlspace in Köln. Die geflüchteten Kinder aus den umliegenden Übergangswohnheimen finden im girlspace einen Ort, an dem sie neue Bekanntschaften knüpfen, Deutsch lernen, Hilfe bei kleinen Problemchen im Alltag bekommen und den sicheren Umgang mit Computern und dem Internet erlernen.

Eins steht bei all dem im Vordergrund: Der Spaß. Im girlspace wird unheimlich viel gelacht. Es ist toll miterleben zu können wie sehr sich die Mädchen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren von Woche zu Woche entwickeln. Bei MIM helfe ich ehrenamtlich mit – neben Vollzeitstudium und der Arbeit als Freelancerin. Doch ich bekomme so viel zurück von den Mädchen und auch dem girlspace, dass ich mir für dieses Projekt unheimlich gerne Platz in meinem Alltag schaffe.

Die Spendenaktion „Help Don’t Hate“ unterstützt 6 Vereine, die sich für Geflüchtete engagieren

Ich habe großen Respekt vor alle den ehrenamtlichen Helfern, die noch so viel mehr leisten. Ebenso gebührt dieser Respekt den Hilfsorganisationen, die meist hinter dieser Arbeit stehen. Vor einigen Tagen bin ich auf eine großartige Spendenaktion gestoßen, die ich euch ans Herz legen möchte und mit der jeder von uns 6 dieser Hilfsaktion unterstützen kann.

Sophia Hoffmann von „OH,SOPHIA“ und Jule Müller von „im gegenteil“ haben gemeinsam mit ihren Bloggerkollegen aus der Blogfabrik in Berlin gegen Ende November die Aktion „Help Don’t Hate“ ins Leben gerufen. Ziel der Aktion ist es bis zum 31. Januar 20.000 Euro für Geflüchtete zu sammeln. In dem Video zur Aktion erfahrt ihr schon vorab ein klein wenig mehr:

Ob 1 Euro oder 100 Euro – jede Spende hilft, jeder kann seinen Beitrag leisten. Zugute kommt diese finanzielle Unterstützung aus der Spendenaktion „Help Don’t Hate“ 6 Vereinen, die Geflüchteten in Deutschland und auf der ganzen Welt in den unterschiedlichsten Situation zur Seite stehen:

– Flüchtlinge Willkommen (deutschlandweite Vermittlung von Wohnraum und Paten)
– Über den Tellerrand kochen (Community Events und Kochgruppe)
– Be an Angel e.V. (Begleitung und Beratung von Geflüchteten)
– Kiron Open Higher Education (anerkannte kostenlose Hochschulabschlüsse)
– SOS Kinderdörfer (Nothilfen für Kinder und ihre Familien in syrischen Notlagern)
– M.O.A.S. Migrant Offshore Aid Station (Seenothilfe für Flüchtende im Mittelmeer)

Jeder einzelne dieser Vereine leistet großartige Arbeit und unterstützt Geflüchtet von der Suche nach Wohnraum zum erfolgreichen Hochschulabschluss – „Help Don’t Hate“ unterstützt wiederum die Vereine.

5 Fragen zur Spendenaktion „Help Don’t Hate“ der Blogfabrik

Um euch einen kleinen Einblick in die Entstehen des Projektes, dessen Entwicklung und einen Eindruck von Menschen, die dahinter stecken, geben zu können, durfte ich Sophia Hoffmann, Jule Müller und Maria Ebbinghaus 5 Fragen zu „Help Don’t Hate“ stellen, die sie gerne für euch beantwortet haben.

1. Wie entstand die Idee zu der Aktion „Help Don’t Hate!“?

Sophia Hoffmann (Sophias Vegane Welt): Jule Müller (im gegenteil) und Sophia Hoffmann (OH,SOPHIA) nutzten schon seit einer Weile ihre Reichweite und ihr Sprachrohr als Blogger, um sich für Geflüchtete zu engagieren. Egal, ob es sich um Aufrufe zur Soforthilfe drehte, um das unmittelbare Sammeln von Geld- und Sachspenden – die Direktwirkung war enorm. So lag die Idee nahe, in einem Workspace mit über 30 Bloggern, Journalisten, Medienmachern diese Reichweite zusammen zu legen, um möglichst viele Menschen mit unserem Aufruf zu erreichen. Dazu kamen viele Freunde, die sich spontan entschlossen, bei der Aktion dabei zu sein. Dass wir allen helfen wollen, stand außer Frage.

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2. Wie seid ihr auf die 6 Projekte, die unterstützt werden, gekommen?

Jule Müller (im gegenteil): Natürlich ist es schwierig eine Auswahl zu treffen, da im Grunde jede Organisation, die Geflüchteten hilft, finanzielle Unterstützung benötigt. Wir wollten einerseits Organisationen unterstützen, die Geflohenen hier vor Ort helfen. Positive völkerverbindende Integrationsprojekte wie „Über der den Tellerrand kochen“, Soforthilfe wie „Be An Angel“ und „Flüchtlinge Willkommen“ aber auch das Projekt „Kiron Open Higher Education“, das Menschen hilft, ihren akademische Bildungsweg abzuschließen und somit eine Zukunftsperspektive bietet. Aber wir fanden es auch wichtig, den Helfern vor Ort Spenden zukommen zu lassen, wie der Seenothilfe M.O.A.S. oder den internationalen SOS-Kinderdörfern, die Kindern und Familien auf der Flucht helfen.

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3. Welche Rolle spielen eurer Meinung nach Blogger bei politischen Diskussionen wie der um die Flüchtlingsproblematik?

Sophia Hoffmann: Ich denke, wir würden es nicht als Flüchtlingsproblematik bezeichnen, sondern als Gesellschaftsproblematik. In dem Moment, in dem eine wohlhabende, aufgeklärte Gesellschaft auf verfolgte, traumatisierte Menschen mit Hass und Ablehnung reagiert, läuft irgendetwas schief. Der erste Schritt das zu ändern, ist eine eigene Meinung zu haben, seine Stimme zu erheben und für die eigenen Grundwerte einzustehen. Wir alle hier finden, das Empathie und Mitgefühl in einer Krisensituation weiter helfen als Ablehnung und Verweigerung. In der Blogfabrik, in Kreuzberg, in Berlin sind wir Teil einer positiv gelebten, internationalen Gemeinschaft und möchten das auch kommunizieren. Was uns alle eint, ist, dass wir durch das Bloggen viele Menschen erreichen und im besten Fall animieren können es uns gleich zu tun, Stellung beziehen und zu helfen. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Jeder Euro hilft.

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4. Wie und wo kann ich die Aktion „Help, don’t hate!“ und deren Ergebnisse verfolgen?

Jule Müller: Wir werden euch sowohl auf der Betterplace-Seite, auf Twitter und Facebook über den Hashtag #helpdonthate, auf unseren Blogs und über die Kanäle der Blogfabrik informieren. Zusätzlich wird es auf unserem gemeinsamen Blogfabrik-Online-Magazin, dem DailyBreadMag, weitere Artikel zum Thema geben. So werden wir auch die Hilfsorganisationen, die wir unterstützen, in den kommenden Wochen noch genauer vorstellen, um euch zu zeigen, wo die Spenden helfen.

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5. Wer steckt eigentlich hinter der Blogfabrik und somit der Aktion?

Maria Ebbinghaus (Blogfabrik): Die Aktion ging initiativ von den bei uns arbeitetenden Content Creators aus. Schon seit ein paar Monaten tauchte das Thema „Aktive Flüchtlingshilfe“ immer wieder in unserer Facebook-Gruppe auf. Viele engagierten sich bereits, schrieben Artikel, sammelten warme Winterkleidung, brühten Tee auf und gaben ihn am LAGeSo aus, bedruckten T-Shirts und sammelten Geld. Die Blogfabrik stellt seit einigen Wochen ihre Küche für den Verein ‘Give something back to Berlin’ zur Verfügung, die dort am Wochenende mit Geflüchteten kochen. Als die Idee einer konkreten Spendenaktion von Jule und Sophia an uns herangetragen wurde, waren wir natürlich sofort mit an Bord und halfen so gut es ging bei der Organisation – auch unser Mutterkonzern MELO unterstützt die Aktion. Ausdrücklich bedanken möchten wir uns bei Schall und Schnabel, welche die tollen Porträts der Teilnehmer gemacht haben und bei Martin Wolf für unser Video.

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„Help Dont’t Hate“ – jeder einzelne Euro hilft

Weihnachten steht kurz bevor. Als kleines Dankeschön für eure Spenden für „Help Don’t Hate“ verlost Sophia auf ihrem Blog daher unter allen Spendern bis zum 20. Dezember Weihnachtsgeschenke. In ihrem Artikel zur Geschenkverlosung könnt ihr nachlesen was es zu gewinnen gibt und wie ihr in den Lostopf gelangt.

Teilt gerne diesen Artikel oder auch das Facebook-Event zu „Help Don’t Hate“, um die Aktion bekannter zu machen 🙂

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