INNATEX – 3 Upcycling-Labels, die du kennen solltest

Die INNATEX ist eine internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien in der Nähe von Frankfurt. Unter den mehr als 200 Ausstellern sind rund 20 Länder vertreten. So unterschiedlich die Aussteller sind, so sehr unterscheiden sich auch die dargebotenen Produkte. Von der Unterhose, über das Baby-Tragetuch hin zum ersten veganen Haargummi ist alles vertreten. Wie nach meinem Besuch der Ethical Fashion Week, möchte ich euch auch dieses Mal Neuentdeckungen vorstellen. Besonders spannend fand ich dieses Mal die Vielzahl von Upcycling-Labels. Ein ganz anderes Konzept Mode zu kreieren – Daumen hoch!

Die INNATEX ist mit der Ethical Fashion Week nicht wirklich zu vergleichen. Zunächst war ich davon überwältigt, dass die INNATEX um einiges größer ist. Die Ethical Fashion Week wirkt cooler und hipper, alleine durch die Location. Dafür habe ich auf der INNATEX ganz besonders die Stimmung als extrem positiv aufgefasst. Die meisten Aussteller waren offen und interessiert an einem Gespräch.

Auch auf der Party am Sonntag Abend wurde gemeinsam ausgelassen gefeiert. Vermutlich liegt es nicht zuletzt an der geografischen Lage, dass man sich auf der Ethical Fashion Week in Berlin wie in einer trendigen Metropole gefühlt hat und auf der INNATEX in einem kleinen Vorort von Frankfurt eher das Gefühl einer entspannten, offenherzigen Dorfgemeinschaft aufkam. Beides hat sein für und wieder. Beide Messen würde ich erneut besuchen.

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Upcycling-Labels liegen weit vorne im Trend

Es ist so schade, dass fair und nachhaltig produzierte Mode immer noch zu oft als „öko“ verschrieen ist. Nein, wir tragen keinen Jutebeutel um unsere Hüften! Aber euch brauche ich vermutlich nicht zu erzählen, dass es eben doch auch anders geht. Das Design macht so viel aus. Doch das Design steht und fällt schließlich nicht mit dem Aspekt des fairen Lohns für Näherinnen und Nähern. Neue Wege zu finden, wie man die Modeindustrie umweltschonender gestallten kann, ist wiederum eine ganz andere Frage. Upcycling-Labels zeigen uns, dass auch das geht. In den meisten Fällen wird hier die Ware aus Überproduktionen oder Verschnitt verarbeitet. Sie räumen mehr oder weniger hinter den anderen Produzenten auf und verwerten so die wertvollen Rohstoffe, die sonst oft im Müll gelandet wären.

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3 Upcycling-Labels im Kurzprofil

#1 VERENA BELLUTTIName des Labels und die inspirierende Frau, die dahinter steckt. Verena stammt aus Innsbruck und fertigt dort in Handarbeit vegane Taschen und Accessoires. Dafür verwendet sie hochwertige Verschnitt-Teile aus der industriellen Produktion, was die Taschen besonders robust und langlebig macht. Das ganze kombinierte sie mit einem trendigen, unverwechselbaren Schnitt.

#2 UPSHIRThier ist der Name Programm und der Pfeil ihr Markenzeichen. Egal ob ihr euch die Shirts für Männer, Frauen oder Kinder anschaut, bei UPSHIRT sind alle Textilien aus Überresten hergestellt und ohne neue Stoffe produziert wurden. Bei der Produktion von Fast Fashion Shirts kommt es zu einem Materialausschuss beziehungsweise Verschnitt von bis zu 40%. Das bedeutet 40% der Baumwolle, die angebaut wird, das dafür verwendete Wasser, die dafür beanspruchte Fläche, der Transport, die Arbeitskraft, all dies wird verschwendet. Nach langem Tüfteln hat das Team hinter UPSHIRT herausgefunden, wie man diese Überreste zu neuen Textilen verarbeiten kann und so Mengen von Textilen aus diesen Resten produzieren, die groß genug sind um auf dem Markt zu kommen. Mit jedem UPSHIRT werden 91% Wasser und 81% Energie gespart.

#3 studio JUXUpcycling Schmuck und noch vieles mehr. Zugegeben, studio JUX macht neben dem Upcycling-Schmuck auch noch einiges ans herkömmlich produzierter Fair Fashion. Und doch musste ich sie hier erwähnen – ich kann einfach nicht anders! – denn sie machen noch vieles mehr neben dem. Bei studio JUX ist man davon überzeugt, dass man nicht ausschließlich entweder eine NGO oder aber ein kommerzielles Unternehmen sein kann. Studio JUX macht beides. Unter anderem setzen sie sich stark für die Förderung wirtschaftlicher Unabhängigkeit benachteiligter Frauen ein. In Nepal holen sie beispielsweise Frauen aus der Prostitution, lehren ihnen das Nähen und eröffnen ihnen so Möglichkeiten, von denen diese Frauen nicht einmal wussten, dass sie existieren.

1 Kommentare

  1. Pingback: 3 gute Gründe warum ihr die Fair Friends nicht verpassen solltet

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