Die Perspektive wechseln: Warum Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist

Licht an, Wasserkocher in die Steckdose, Radio auf volle Lautstärke – jeder von uns nutzt Strom, und das tagtäglich. Mehrmals täglich. Beinahe pausenlos. Doch habt ihr euch schon einmal gefragt, wo euer Strom eigentlich herkommt? Auch wenn ihr Ökostrom bezieht, wo kommt er her und wie setzt er sich zusammen?

Für uns ist Strom etwas ganz selbstverständliches. Etwas, das uns im Alltag begleitet und über das wir uns in der Regel keine weiteren Gedanken machen. Durch meine Tansania-Reise ist mir erst so richtig bewusst geworden, dass es ganz und gar nicht selbstverständlich ist ununterbrochenen Zugang zu Strom zu haben. Während unseres dreiwöchigen Aufenthalts hatten wir mehrfach an die 8 Stunden am Stück keinen Strom. Und das bei 36 Grad, verderblichen Lebensmitteln im Kühlschrank und Neugeborenem in der Gastfamilie.

Im Januar ging es damals zurück nach Deutschland. Pünktlich zum Jahreswechsel flatterten etliche Werbebriefe verschiedenster Firmen ein, darunter auch einer von meinem damaligen Stromanbieter. Neben den unterschiedlichsten Angeboten auf dem Flyer gab es auch eine Spalte für den Ökostrom-Tarif. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon länger mit dem Gedanken gespielt, meinen Stromtarif zu wechseln. Nur irgendwie fehlte mir der letzte Anreiz auch tatsächlich zur Tat zu schreiten.

In dem Sommer des Jahres nach der Tansania-Reise, der nun mittlerweile 1,5 Jahre zurückliegt, stand ein Umzug an. Nun war ich mehr oder weniger gezwungen mich mit meinem Stromtarif intensiver auseinanderzusetzen. Durch meinen gemieteten Schreibtisch im Coworking-Space “Colabor” wurde ich erstmals mit Greenpeace Energy konfrontiert. Das Colabor ist nicht nur Greenpeace Energy Partner, ein Mitarbeiter des Stromanbieters hat dort auch gleich seinen Arbeitsplatz gefunden. In solch einem Gemeinschaftsbüro bekommt man ganz automatisch auch immer ein klein wenig was von der Arbeit der anderen mit.

Greenpeace Energy liefert sauberen Ökostrom – aber was bedeutet das?

Ich hatte mir ehrlich gesagt zunächst gar keinen allzu großen Kopf darüber gemacht, wie der mir auf dem Flyer meines Stromanbieter angebotene Ökostrom sich zusammensetzt. “Ökostrom klingt gut”, dachte ich mir. Manchmal muss man eben die Perspektive wechseln und Dinge hinterfragen, um sie auch wirklich verstehen zu können – das Motto dieses Artikels.

Bezieht man Ökostrom von einem konventionellen Stromanbieter, mag dies zunächst ein Schritt in die richtige Richtung sein. Dennoch unterstützt man so durch seine monatliche Stromrechnung weiterhin ein Stromnetz, dessen Mix einen Atomkraftanteil von 15,4% und einen Kohleanteil von 43,8% ausmacht.

Bei Greenpeace Energy ist das anders. Dort bekommt man tatsächlich zu 100% Ökostrom. Schon seit dem Start der Stromlieferung durch Greenpeace Energy im Jahr 1999 wird zudem die Zusammensetzung der Energiequellen aufgeschlüsselt. Im Jahr 2015 hatte der Strom bereits einen Windkraftanteil von 11,5%, was eine tolle Tendenz ist, da die Gewinnung durch Wasserkraft bereits mehr oder weniger ausgeschöpft und Windkraft daher zukunftsweisend ist.

Politisches Engagement: Die Energiewende aktiv vorantreiben

Greenpeace Energy liefert nicht nur sauberen Strom, sondern engagiert sich ganz aktiv bei der Energiewende hin zu einer Versorgung ohne Atom- und Kohlekraft. Der Energieversorger bringt sich in politische Debatten und Gesetzgebungsverfahren, offizielle Anhörungen oder im Rahmen von Protestaktionen ein. Zusätzlich nimmt Greenpeace Energy die Veränderung der Energieversorgung selbst in die Hand und arbeitet an technologischen Innovationen wie etwa dem Windgas. All das unterstütze ich liebend gerne.

Gemeinsam zur #ENERGYWENDE

Das ist die Geschichte, wie ich vor 1,5 Jahren ganz bewusst zur Greenpeace Energy Kundin geworden bin. Die aktuelle Kampagne “Gemeinsam zur #ENERGYWENDE” ist der perfekte Anlass, euch diese Geschichte nun endlich zu erzählen.

Mir persönlich ist das ein besonders wichtiges Anliegen. Natürlich sollte man Strom sparen – nicht in sämtlichen Räumen ständig das Licht brennen lassen, mit Deckel auf dem Topf kochen und Stand-By-Geräte komplett ausschalten. Viel entscheidender und weitreichender ist jedoch die Wahl des richtigen Stromanbieters samt sauberem Ökostrom.

Dieser Blog hier wird also seit 1,5 Jahren mit grünem Strom von Greenpeace Energy betrieben, was für uns mittlerweile ganz selbstverständlich ist. Da es uns beide als Blogger hinter subvoyage betrifft, ist dieser Artikel auch wie so oft im Schwestern-Teamwork entstanden. Ich konnte Anna mal wieder vor die Kamera bekommen und gemeinsamen haben wir ein paar GIFs zu unserem Motto “Perspektive wechseln” kreiert.

Wechselt auch ihr die Perspektive!

Nun noch einmal die Frage von zu Beginn des Artikels: Wisst ihr, wo euer Strom herkommt? Ich kann euch sagen, es ist ein verdammt gutes Gefühl zu wissen, dass meine Geräte mit 100% sauberen Ökostrom betrieben werden und ich gleichzeitig das politische Engagement von Greenpeace Energy unterstützen kann. Daher: einfach mal die Perspektive wechseln!


Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Greenpeace Energy entstanden – wir danken für die großartige Kooperation!

Kategorie Alltagsgeschichten, Anzeige, Nachhaltigkeit
Autor

Julia ist 23 Jahre alt und studiert in Köln im 5. Semester Online-Redakteur. Momentan steckt sie mitten im Praxissemester in einer Münsteraner Kreativagentur. Seit 2,5 Jahren ernährt sich Julia ausschließlich vegetarisch. Auf dem Blog subvoyage erzählt sie von ihrer Reise zu einem nachhaltigeren Lifestyle.

9 Kommentare

  1. Margit Egretzberger

    Natürlich ist es sehr, sehr lobenswert auf Ökostrom-Anbieter umzusteigen! Keine Frage! Wenn viele das tun, wir sich sicher was bewegen. Aber damit da kein falscher Eindruck entsteht, auch wenn wir jetzt zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln kommt aus unseren Steckdosen kein 100% Ökostrom. Und für alle die jetzt über mich herfallen, es gibt auf Wikipedia eine gute Erklärung dafür.

    • Hallo Margit, ich denke bei den Leuten, die sich Gedanken machen zum Thema Strom, ist die Tatsache wohl angekommen. Aber es geht doch einfach darum den Stromanbietern zu zeigen, dass es Interesse gibt an Ökostromtarifen oder noch besser direkt an den vollständig ökologisch produzierenden Anbietern. Oder denkst du nicht? Denn langfristig schafft wohl jede Nachfrage auch das passende Angebot.
      Liebe Grüße

      • Margit Egretzberger

        Hallo Yannick, ich bin einfach irritiert von dem Satz: „…es ist ein verdammt gutes Gefühl zu wissen, das meine Geräte mit 100% sauberem Ökostrom betrieben werden… “ Und da ich beruflich damit zu tun habe, ja, viele Leute glauben das!
        Liebe Grüße auch an Dich

  2. Hey, danke für den tollen Beitrag.

    Ich bin schon mehrere Jahre Kunde bei Naturstrom und beziehe von dort auch mein Gas zum Heizen.

    https://www.naturstrom.de/

    Aber es ist toll wenn immer mehr Menschen zum „grünen“ Strom wechseln.

    Viele Grüße,

    Sarah.

  3. Und zack… das war der letzte Anstoß den ich gebraucht habe um zu wechseln! Danke!
    🙂
    Macht weiter so!

  4. Yay! Ich bin auch schon seit mehr als 2 Jahren mit sauberem Ökostrom ausgestattet. Dafür bin ich auch gerne bereit mehr zu zahlen. 🙂 Ich achte auch grundsätzlich darauf, Geräte mit sehr guter Energieeffizzienz zu kaufen und bei Steckdosenleisten immer welche mit Netzschalter zu nehmen. 😉

    Liebe Grüße,
    Melina

  5. Sehr schöner Beitrag.

    Weitere Verbündete im Kampf für die Energiewende kann man immer gebrauchen. Schön, dass ihr/du auch gehandelt habt/hast 🙂

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