Land und Leute kennen lernen – Sprachkurs auf Malta

Vor bald drei Jahren habe ich einen zweiwöchigen Sprachkurs in New York gemacht. Eine unglaublich tolle Erfahrung! Ich denke gerne an meine Gastfamilie in Brooklyn zurück. Mit frischen 18 Jahren war diese USA-Reise meine erste Fernreise – und das ganz alleine.

Florians Sprachreise liegt noch nicht so weit zurück. Erst seit Juni ist er wieder in Deutschland. Am 5. April starteten seine 11 Wochen Malta samt Sprachkurs in der Sprachschule Maltalingua. In einem Gespräch hat er mir ein wenig mehr über seine Erfahrungen verraten:

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Florian ist 25 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Braunschweig. Zum Studieren ist er nach Bayern gezogen, wo er momentan an seiner Masterarbeit im Fach Maschinenbau schreibt.

Welche Motivation steckte hinter der Sprachreise?

Im April hatte ich bereits alle Klausuren hinter mir und nun steht lediglich noch die Masterarbeit an. Bevor ich jedoch mit dieser beginne, wollte ich noch einmal etwas ganz anderes machen, ich wollte reisen. Doch ich wollte nicht nur einfach reisen, sondern gleichzeitig auch etwas sinnvolles tun.

Warum hast du dich für Malta entschieden?

Die Auswahl an Zielländern für eine Sprachreise ist groß. Die USA sind für mich als Student zu teuer und in England ist das Wetter mies. Da ich auch ein ein wenig Urlaub machen wollte, war Malta der ideale Kompromiss. Aus diesem Grund habe ich mich auch ganz bewusst für den Standard-Kurs mit 20 Unterrichtsstunden pro Woche entschieden. So konnte ich meine Zeit auch Malta optimal nutzen und genießen.

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Wie bist du auf die Sprachschule Maltalingua gestoßen?

Über die persönliche Empfehlung einer Freundin. Was mich sofort überzeugt hat, war die Größe der Schule. Die Maltalingua ist keine riesige Schule mit 1000 Schülern, sondern sie ist ein bisschen kleiner. Das hat mir einfach mehr zugesagt.

Wie hast du vor Ort gelebt?

Zur Maltalingua gehören mehrere Studenten-Appartements – die gibt es nicht bei jeder Organisation. In den Appartements leben etwa vier bis sechs Personen. Ich fand es toll, wie schnell man so mit Leuten aus ganz verschiedenen Ländern zusammenkommt.

In meiner WG konnten insgesamt sechs Leute leben. Es gab zwei Einzelzimmer und zwei Doppelzimmer. Ich habe in einem Doppelzimmer zusammen mit einem anderen Kerl gewohnt. Er war schon vor mir da und ist auch noch länger geblieben. Wir haben uns super verstanden.

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Wie groß waren die Kurse?

Pro Kurs gibt es maximal 12 Schüler. Meistens waren es aber zwischen acht und zehn. Nur wenn viel los war in der Schule, wurden die Kurse auf maximal 12 Teilnehmer aufgestockt.

Wie kann man sich den Unterricht vorstellen?

Der Fokus liegt auf dem Sprechen lernen. Es gab ganz viele Sprachübungen, entweder mit einem Partner oder auch in kleineren Gruppen. Die Aufgaben waren viel mehr bloß Denkanstöße und man hat sich dann über ein bestimmtes Thema ausgetauscht. Unterstützt wurden die Aufgaben von Grammatik- und Vokabelübungen sowie Audios und Videos.

Hat sich dein Englisch nach den 11 Wochen deutlich verbessert?

Ja, das glaube ich schon. Ich mochte Englisch in der Schule eigentlich nie, deswegen waren meine Kenntnisse zuvor auch nicht grandios. Aber ich glaube am Ende hat es sich echt verbessert. Vor allem lernt man auch, wie man Sachen einigermaßen schlau umschreiben kann, wenn einem einmal ein Wort fehlt. Und man hat vieles, das man vielleicht zwar schon kannte aber einfach wieder vergessen hat, noch einmal aufgefrischt.

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Wie schaut das Programm nach dem Unterricht aus?

Die Schule bietet immer wieder verschiedene Aktivitäten an. Das sind organisierte Touren, mit einem Lehrer oder einem anderen Betreuer. Täglich gibt es aber auch Empfehlungen für Aktivitäten, für die man sich dann mit anderen Schülern verabreden kann. Und dann gibt es noch die Busse, die einem zu den verschiedenen Stränden fahren.

Hast du diese Angebote viel genutzt oder Ausflüge eher auf eigene Faust unternommen?

Teilweise habe ich das Angebot genutzt, teilweise bin aber auch einfach auf eigene Faust losgefahren. Ein Tagesticket für die Busse auf Malta kosten 1,50 Euro – das ist ja nichts. Aber im Sommer waren die Busse einfach so voll, dass die Busfahrer einfach an den Busstationen vorbeigefahren sind. Das war dann ein wenig ärgerlich, da die zum Teil nur jede Stunde oder jede halbe Stunde fahren. Da ist es dann super, wenn man die Möglichkeit hat auch mit den Bussen der Sprachschule fahren zu können.

Wem würdest du eine Sprachreisen empfehlen?

In der Sprachschule waren viele in meinem Alter. Teilweise waren die Schüler auch ein wenig jünger. Das waren die, die direkt nach dem Abi los sind. Für solche Leute kann ich das auch echt empfehlen. Aber auch während des Studiums oder nach dem Studium kann ich das echt nur ans Herz legen.

Es waren aber erstaunlicherweise auch viele Älter in der Schule. Für uns war es sehr interessant sich mit Menschen, die viel mehr Lebenserfahrung haben, auszutauschen.

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Welche Aufenthaltsdauer ist deiner Meinung nach optimal?

Ich hatte eine Phase, da dachte ich: So, jetzt ist es eigentlich genug. Das war nach etwa acht Wochen. Hinterher war ich entsetzt, wie schnell diese letzten drei Wochen vorbeigegangen sind. Und sie waren einfach so schön. Einen Aufenthalt von etwa zwei bis drei Monaten halte ich daher für optimal.

Gibt es etwas, das du dir vielleicht anders vorgestellt hast?

Im Prinzip war alles besser als erwartet. Gerade auch die Lage der Schule. Die ist echt genial, da sie super nah am Strand ist. Genau wie die Studenten-Appartements. Nur drei Minuten hin und fünf Minuten zurück, weil´s ein steiler Berg ist. Shoppen kann man auch gut. Restaurants, Bars alles ist in Fußreichweite. Ist halt auch ein wenig touristisch. Aber das war echt schön. Auch am Wochenende ist einem nie langweilig geworden.

Hast du noch Kontakt mit Leuten, die du auf Malta kennengelernt hast?

Ja, mit zwei habe ich noch regelmäßig Kontakt. Mit denen habe ich mich auch meistens nach der Schule getroffen. Mit denen verstehe ich mich echt gut und ich hoffe, dass das so bleibt und man sich irgendwann einmal wiedersieht. Anderen schreibt man mal sporadisch, aber das sind jetzt keine richtigen Freundschaften würde ich sagen.

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Du bereust deine Entscheidung also nicht und würdest es jederzeit wieder machen?

Auf jeden Fall! Ich überlege schon, wo es das nächste Mal hingehen soll. Von Malta habe ich nach den 11 Wochen nun genug gesehen. Vielleicht reise ich in zehn Jahren noch einmal hin, um zuschauen ob sich da etwas verändert hat.

Soll die nächste Reise auch wieder eine Sprachreise werden?

Ich finde das Konzept der Sprachreise optimal. Durch die Schule morgens und dann nachmittags die Freizeit hat man ein wenig Struktur. Das würde ich gerne wieder so machen, um auch einfach noch mehr zu lernen.

Ich habe so viele nette und interessante Leute kennengelernt, das ist echt toll. Und das ist auch das gute an der Schule. Wenn man mit den Menschen verschiedenster Kulturen über die unterschiedlichsten Themen spricht, merkt man, dass es zwar teils Übereinstimmungen bei den Ansichten gibt, wenn es ins Detail geht, geht es dann aber doch noch einmal ein wenig auseinander.


Dieser Artikel entstand in Kooperation mit der Sprachschule Maltalingua. 

Kategorie Anzeige, Interview

Ich bin Julia. Den Blog subvoyage habe ich im August 2015 gegründet und erzähle seitdem hier von meiner Reise zu einem nachhaltigeren Lifestyle. Im Oktober werde ich zum ersten Mal Mutter – ein großes Abenteuer.

4 Kommentare

  1. Ich finde deine Interviews wirklich immer sehr spannend 🙂
    Eine Sprachreise wollte ich schon lange mal machen und der Artikel hat mich darin auf jeden fall bestärkt.

    • Vielen Dank für deinen lieben Kommentar Nils 🙂 Freut mich, dass ich dich bestärken konnte!

  2. COOL!! will jetzt auch nach Malta. Das Wetter soll im September auch richtig gut sein… vielleicht entscheide ich mich nach diesem Artikel auch für eine Sprachreise. Danke.

    • Hallo Gabi,

      freut mich, dass dich das Interview überzeugen konnte 🙂 Bei dem Regen hier in Köln würde ich gerade auch am liebsten nach Malta!

      Liebe Grüße,

      Julia

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