Thailand – das Paradies abseits des Massentourismus

Thailand – das Land des Lächelns ist wohl eins der beliebtesten südostasiatischen Reiseländer. Vermutlich nicht zuletzt aufgrund seiner freundlichen Kultur und der unfassbaren Vielfalt, die es zu bieten hat. Ich war das erste Mal in Thailand und habe für euch einen allgemeinen Überblick, wissenswerte Tipps und einen Erfahrungsbericht zusammengestellt. Wer mehr über authentisches Reisen fernab vom Massentourismus erfahren will, der sollte dran bleiben!

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Thailand im Überblick

Lage: Thailand liegt in Südostasien und grenzt an Myanmar, Laos, Kambodscha und Malaysia, sowie an das Andamanische Meer und den Golf von Thailand. Die Hauptstadt Thailands ist Bangkok. Mit acht Millionen Einwohnern ist Bangkok die mit Abstand größte Stadt Thailands. Ich habe Phang-Nag bereist. Phang-Nag liegt unmittelbar nördlich von Phuket an der Andamanenseeküste im Süden Thailands.

Klima: In Thailand herrscht tropisches Klima. Die beste Reisezeit ist von Dezember bis Februar. In dieser Zeit ist es für gewöhnlich trocken und die Temperatur beträgt maximal 33 Grad Celsius. In den Monaten März bis Mai steigt das Thermometer bis auf 40 Grad Celsius. Diese Hitzeperiode ist für Europäer meist kaum auszuhalten. Von Juni bis November dauert die Regenzeit an. In dieser Zeit muss man mit kleinen und größeren Regenschauern, meist nachmittags, rechnen. Wer als Sparfuchs unterwegs ist, bereist in während dieser Zeit Thailand. Aufgrund der Wetterlage sinken die Preise für Reisen in dieser Phase. Wir waren im April dort und hatten fast jeden Tag Regen, was eher ungewöhnlich ist, uns aber kein Stück beeinträchtigt hat. Im Jahr davor, 2016, war dafür die trockenste Hitzeperiode seit Jahren.

Währung: In Thailand bezahlt man mit Baht. 200 Baht sind ungefähr 5 Euro. Im Verhältnis gesehen sind die meisten Dinge deutlich günstiger in Asien als in Europa.

Visum: Ich habe einen kleinen Schock bekommen, als ich im Flugzeug meine Einreisekarte ausfüllen sollte und dort nach einem Visum gefragt wurde. Ein Visum braucht man aber erst, wenn man länger als 30 Tage in Thailand bleibt, beziehungsweise wenn man noch kein Rückflugticket hat. Für alle anderen reicht ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist.

Unterkünfte: In Thailand stehen einem alle Optionen zur Verfügung. Vom Resort oder Hotel über eine Airbnb-Unterkunft bis zum Homestay ist alles möglich. Ich habe einige Nächte in dem am Meer gelegenen Khaolak Laguna Resort verbringen dürfen. Nach dem Tsunami 2004 wurde dieses neu aufgebaut und erstrahlt jetzt in neuem minimalistischen, asiatischen Glanz. Zusätzlich war ich zwei weitere Nächte in einem Homestay bei einer Gastfamilie in dem 240 Einwohner kleinen Dorf Ban Talae Nok. In dem Dorf wurden wir von Andaman Discoveries begleitet, die die gemeinschaftsorientierte Entwicklung durch Bildungs-, Erhaltungs- und Kulturförderungsprojekte unterstützen und als Brücke zwischen respektvollen Besuchern und Freiwilligen dient. So haben wir einen authentischen Einblick in das traditionelle Leben in Thailand und die Vielfalt der Natur gewonnen.

Das hat Thailand zu bieten: Thailand hat so ziemlich alles zu bieten. Ob Familienurlaub oder Backpacker-Trip, ob Wander- oder Strandurlaub, ob Abenteuer oder Entspannung pur – jeder  Reisende kann hier das für ihn passende Fleckchen finden.

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Sieben wissenswerte Tipps:

  • Schuhe aus! Das gehört in Thailand zum guten Benehmen. Dass man Häuser und vor allem die Tempel barfuß betritt, hat nicht nur religiöse, sondern auch hygienische Hintergründe. Das gilt jedoch nicht für Hotelanlagen oder öffentliche Gebäude.
  • Gelb ist das neue Schwarz. Wenn man Gelb trägt, fühlen sich die Thailänder geschmeichelt, da dies die Farbe des Königs ist. Der König wird von der Mehrheit der Thais verehrt wie ein Gott.
  • Sich bedeckt halten. Einige Regionen in Thailand sind muslimisch geprägt. Hier sollte man seine Schultern und die Knie bedeckt halten. Das selbe gilt für buddhistische Tempel. Nacktbaden ist inThailand undenkbar.
  • Füße gelten als unreiner Körperteil. Seinem Gegenüber die nackten Fußsohlen entgegenzustrecken gilt als unhöflich.
  • Der Kopf gilt als heilig. Er gilt als Sitz der Seele und darf nicht von anderen berührt werden. Selbst das liebevoll gemeinte Streicheln des Kopfs eines Kindes bewirkt oft das Gegenteil.
  • Zur Begrüßung werden die Hände mit den Handinnenflächen zueinander vor dem Körper gefalten und eine leichte Verbeugung angedeutet. Dazu sagt Frau „sawadee kha“ und Mann „sawadee khab“.
  • Gastfreundschaft und Höflichkeit wird groß geschrieben. Wer seinen Dank aussprechen möchte, sagt „khop kun ka“. Wer sagen möchte, dass das Essen sehr lecker ist, sagt „aroi mak“.

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Erfahrungsbericht: Thailand authentisch erleben

Eine Woche Thailand – gefüllt mit unzähligen, unvergesslichen Erinnerungen. Entspannt, ursprünglich, und wunderschön. Die meiste Zeit haben wir als Gruppe bestehend aus fünf Bloggern in Khao Lak verbracht. Anderthalb Stunden mit dem Auto von der beliebten, thailändischen Insel Phuket entfernt. In Khoa Lak erwarten einen traumhafte Strände, authentische Restaurants und einmalige, lokale Gegebenheiten.

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„One Coconut a day, keeps the doctor away.“

Gerade gelandet wurden wir mit einer lokalen Spezialität begrüßt – einer frischen Kokosnuss. Nirgends sind sie so lecker wie hier! Neben der all abendlichen Routine bestehend aus frischem Kokoswasser direkt aus der Kokosnuss, sollte man sich auf Reis – morgens, mittags und abends – einstellen. In unserem Resort wurde das Essen an die europäischen Vorlieben angepasst. Aber gerade im Homestay wurde deutlich, dass der Reis die Basis der meisten traditionellen Gerichte bildet. Doch was mit dem Reis kombiniert wird ist absolut vielfältig – ein scharfes Curry, eine süßsaure Gemüsepfanne oder knusprige Frühlingsrollen. Fleisch und vor allem Meeresfrüchte gab es auch oft, nur für mich nicht. Die Essenskultur hat mir sehr gut gefallen. Das Essen wird immer als großes Beisammensein als Gemeinschaft zelebriert. Egal ob wir im Resort waren, auf dem Markt oder in der Gastfamilie – es wurde immer groß aufgetischt und jeder nahm sich das, was ihm schmeckte.

Ökotourismus hautnah

Khao Lak und die Umgebung haben wir gemeinsam mit Eco Khaolak Adventures erkundet. Ob man sich eine Führung durch die Altstadt mit einem Einheimischen wünscht, eine Besichtigung einer Cashewnuss Fabrik oder Bamboo Rafting erleben möchte, all das kann man mit Eco Khaolak Adventures gemeinsam erleben.

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Mir hat die Führung durch die Saori Fabrik am besten gefallen. Saori bedeutet so viel wie „Freiheit“. Bei der Fabrik handelt es sich um eine Stiftung, die Frauen einen Job bietet, die immer noch unter dem Verlust ihrer Männer bei dem Tsunami 2004 leiden. In dem sicheren Gebäude der Saori Fabrik weben Frauen in einer meditativen Haltung Stoffbahnen in einem Muster, das sie frei wählen können. In dem selben Gebäude befindet sich auch das Nähstudio, in dem die Stoffbahnen unter anderem zu kleinen Mäppchen, Taschen und Stofftieren verarbeitet werden. Wer noch mehr Eindrücke sehen möchte und wissen will wohin die Reise einen führen kann, der sollte sich das Video am Ende dieses Artikels anschauen.

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Doch das war bisher nur die halbe Wahrheit. Wer wirklich abtauchen will in die thailändische Kultur, der darf die Erfahrung des Homestay nicht verpassen. Ein absolutes Kontrastprogramm zum Resort. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Wie es mir dort genau ergangen ist werde ich euch in einem zweiten Artikel berichten.

Den letzten Tag haben wir unter anderem in einem Fischerdorf verbracht. Hier versteckt sich ein Insider-Tipp für Backpacker: wer sich die Jamsebond Island anschauen will, aber fern von dem Touristentrubel bleiben möchte, der kann in dem Dorf Baan Sam Chong Nua in einem der 12 Homestays unterkommen. Eine Nacht pro Person inklusive Frühstück kostet hier 150 Baht. Das sind weniger als 5 Euro. Dieses Fischerdorf ist absolut authentisch, fernab vom Massentourismus und doch braucht man nur 10 Minuten zur Jamesbond Island – mitten drin statt nur dabei.

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Ich bin so dankbar dafür, über Green Pearls zu dieser Reise eingeladen wurden zu sein. Während der ganzen Reise wurden wir von Denduen und Kanokkarn vom thailändischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt begleitet. Aktuell arbeiten sie an dem LINK Project, bei dem es darum geht, die größeren und bekannten Regionen mit den kleineren, einzigartigen Städten zu verknüpfen, um den nachhaltigen Tourismus zu stärken. Gemeinsam mit Antonia von mochni, Carina von travelrunplay, Vicky von thegoldenbun und Nina von goodmorningworld wurde unsere Stammtruppe perfekt abgerundet. Wer gar nicht genug von Thailand bekommen kann, sollte die anderen Blogs durchstöbern!

1 Kommentare

  1. Pingback: Grünes Thai-Curry: traditionelle asiatische Küche bei dir zu Hause

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