10 Tipps & Tricks: Schrank selber bauen

Im Finale der Artikel-Serie “Kleines Büro renovieren” steht nun das Herzstück des Raumes im Fokus: der große DIY-Schrank. Da das Büro auch als Lager für meine Produkte aus dem Online-Shop dient, spielte die Frage nach Stauraum bei allen Überlegungen eine große Rolle. Zunächst wollte ich gebraucht einen alten Kleiderschrank kaufen. Doch da wir wirklich jeden Zentimeter ausnutzen müssen, haben wir kurzerhand einen Schrank, der exakt zu unseren Bedürfnissen passt, selber gebaut.

Immer wieder habe ich wüste Skizzen angefertigt und ständig umgeplant. Der finale Schrank ist nun eine Mischung aus all diesen Skizzen geworden und etwa 200 cm breit und 240 cm hoch. Genauigkeit auf den Millimeter bei der Planung ist wichtig, das ist klar. Doch beim Planen und auch beim Zusammenbau sind mir einige Dinge aufgefallen, die beim Bau eines eigenen Schrankes besonders wichtig sind und mir so vorher nicht bewusst waren. Diese Punkte teile ich in Form von 10 Tipps & Trick mit euch.

Tipp 1: Der Sockel

Schaut euch einmal den unteren Teil eurer Schränke zu Hause an. Ich bin mir sicher, alle Schränke mit Türen werden einen Sockel haben. Ein Sockel verhindert, dass die Türen über den Boden schleifen. Holz kann sich mit der Zeit verziehen und so können bereits kleinste Unebenheiten ein Schleifen bedingen. Zudem schaut ein Schrank mit Sockel schicker aus.

Tipp 2: Vor dem Zusammenbau alle Bretter sortieren

Gerade wenn man einen großen Schrank mit vielen Einlegeböden baut, steht man vor dem Zusammenbau vor einem großen Haufen einzelner Bretter. Bevor ihr mit dem Bau loslegt, sollten unbedingt alle Bretter sortiert werden. So könnt ihr nachher deutlich schneller arbeiten und erspart euch Ärger, der aufkommt wenn ein Brett vertauscht und falsch verbaut wird. Seitenwände und Türen können sich je nachdem nur um einige Zentimeter unterscheiden, was mit unter nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Hier unbedingt nachmessen und die Bretter mit Kreppband beschriften.

Tipp 3: Die Leisten für die Regalböden versetzt anschrauben

Wir haben uns dazu entschieden, die Regalböden auf Leisten aufzulegen. Das ist eine kostengünstige und einfache Lösung. Die Leisten sind etwa 4 cm kürzer als das Regalbrett und werden mit kleinen Schrauben in den Seitenwänden befestigt. Befinden sich die Regalböden im Schrankteil nebenan auf der selben Höhe, sollten die Leisten versetzt angeschraubt werden. Sprich ihr schraubt sie im einen Schrankteil 5 cm vom Rand entfernt an und im anderen 4 cm vom Rand. So verhindert ihr, dass sich die Schraubenenden im Holz treffen.

Tipp 4: Regalböden einsetzen

Die Regalböden sollten mit der Maserung von rechts nach links, nicht von vorne nach hinten, verlaufend einlegen werden. So lange die Regalböden nicht quadratisch sind, muss das bereits beim Zuschnitt beachtet werden. Ansonsten drohen sie im schlimmsten Fall bei Belastung zu brechen.

Tipp 5: Abstandshalter nutzen

Beim Zusammenbau eines DIY Schranks muss viel nachgemessen werden. Sehr viel. Erleichtert euch diese Arbeit wann immer möglich, indem ihr Einlegeböden oder entsprechendes Holz als Abstandshalter nutzt. So dient ein Regalboden etwa als Abstandhalter für die Trennwände der einzelnen Schrankteile. Mit Abstandshaltern arbeitet ihr zum einen schneller, zum anderen könnt ihr euch nicht vermessen, wenn ihr immer den selben korrekten Abstandshalter verwendet.

Tipp 6: Die Wahl der richtigen Scharniere

Scharnier ist nicht gleich Scharnier. Gerade bei einem Schrank mit mehreren Türen ist die Wahl der richtigen Scharniere besonders wichtig. Es gibt Scharniere mit Eck- und Mittelanschlag. Werden bei mittigen Türen keine Scharniere mit Mittelanschlag verwendet, bekommt ihr diese tatsächlich einfach nicht richtig auf, da die anliegende Tür im Weg ist.

Tipp 7: Scharniere mit Schablone anbringen

Bei einem großen Schrank mit Türen werden ganz schön viele Scharniere angebracht. Eine entsprechende Schablone erleichtert das Anbringen der Scharniere enorm. Einige Scharniere werden gleich mit Schablone geliefert. Ansonsten kann solch eine Schablone auch separat erworben und oder selbstgebastelt werden.

Tipp 8: Schmale Türen nicht zu lang planen

Würde ich den Schrank nochmals planen, würde ich im oberen Teil vier statt zwei Türen einplanen. Die beiden Türen sind schmal und mit 1m sehr lang. Durch das Gewicht in die Länge ist es recht schwierig diese korrekt einzustellen, ohne dass sie auf den unteren Türen schleifen.

Tipp 9: Fußleisten

Falls Fußleisten vorhanden sind, sollten diese entfernt oder ausgespart werden, damit der Schrank nah an der Wand steht. Zum einen verliert ihr so weniger Platz, zum anderen ist dieser Punkt für Tipp Nummer 10 besonders wichtig.

Tipp 10: Schrank an der Wand fixieren

Auch wenn man zunächst meinen mag solch ein großer Schrank steht stabil, besteht auch bei diesem Kippgefahr. Daher sollte der Schrank aus Sicherheitsgründen stets an der Wand fixiert werden. Unser Schrank selbst hat keine Rückwand. Daher haben wir die Seitenteile innen einfach mit Winkeln an der Wand befestigt.

Materialliste: Das haben wir benötigt

Wie auch bei den anderen Projekten schon, sind wir auch dieses Mal komplett im BAUHAUS fündig geworden und haben dort alles bekommen, was wir für unseren DIY Schrank benötigt haben. Und zwar war das folgendes:

Plant ihr auch einen Schrank selber zu bauen? Sind euch dazu noch mehr Fragen in den Sinn gekommen? Oder habt ihr vielleicht bereits selbst einen Schrank gebaut und euch sind dabei noch weitere wichtige Punkte aufgefallen? Schreibt Fragen und weitere Tipps liebend gerne unten in die Kommentare! 🙂

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