17 Tipps zum Strom sparen

Werbung | Strom spielt in unserem Alltag eine große Rolle. Ohne ihn säßen wir abends im Dunkeln, könnten unsere Lebensmittel nicht kühlen und müssten unsere Kleidung per Hand waschen. Er ist allgegenwärtig und dennoch nicht sichtbar. In diesem Artikel möchte ich euch ein paar Tipps zum Strom sparen an die Hand geben. Da der Wechsel zu einem Ökostromanbieter ein klares Zeichen setzt und gleichzeitig ganz automatisch einiges an CO2 Emissionen einspart, gehe ich auf diesen Aspekt besonders ausführlich ein.

Strom sparen mit Ökostrom Blog subvoyage Julia Zohren
Lichterkette Strom sparen mit Ökostrom Blog subvoyage Julia Zohren

Strom sparen im Alltag von Küche bis Badezimmer

Als ich die Stromspartipps zusammengetragen habe, sind ganz bewusst auch die “Klassiker” auf der Liste gelandet. Vieles hat man zwar im Kopf, setzt es im Alltag dennoch nicht stets bewusst um. So koche ich etwa nicht jedes Mal konsequent mit Deckel. Dabei würde das in der Summe einiges an Energie einsparen. Daher nehme auch ich diesen Artikel zum Anlass mir die Stromspartipps nicht nur im Hinterkopf abzuspeichern, sondern um aus Worten Taten werden zu lassen.

  1. Auf Energiesparlampen umrüsten.
  2. Licht beim Verlassen des Raumes ausmachen.
  3. Einen Deckel beim Kochen verwenden.
  4. Stand-By-Modus von Elektrogeräten ausstellen.
  5. Handyladekabel aus der Steckdose ziehen nach dem Aufladen.
  6. Waschtemperatur der Waschmaschine runterstellen.
  7. Gefrierschrank regelmäßig abtauen.
  8. Wäscheständer statt Trockner verwenden.
  9. Bei Neuanschaffungen die beste Energieeffizienzklasse wählen.
  10. Eco-Programme verwenden.
  11. Die Waschmaschine stets voll beladen.
  12. Mit Restwärme kochen und backen.
  13. Die Bildschirmhelligkeit von Geräten runterstellen.
  14. Manuelle Gartenarbeit – Rechen statt Laubbläser.

Extra: 3 außergewöhnliche Stromspar-Tipps

Neben den klassischen Stromspartipps möchte ich noch drei weitere Tipps unbedingt niederschreiben. Für mich waren sie neu und auf den ersten Blick nicht so einleuchtend wie das Ausschalten des Lichtes. Doch auch mit ihnen kann man ganz einfach Strom sparen.

  1. Beim Streamen die Videoqualität runterstellen.
  2. Gefrorene Lebensmittel im Kühlschrank auftauen lassen.
  3. Leeren Kühlschrank vor dem Urlaub mit Wassertöpfen befüllen.

Auf den “Klimakiller Internet” bin ich durch den Artikel von Justine aufmerksam geworden. Klar, eine Reduzierung der Nutzung von Laptop, Smartphone & Co kann Strom einsparen. Doch auch bereits das Herunterstellen der Videoqualität beim Streamen spart Energie. Und meist sieht man dabei nicht einmal einen Unterschied.

Werden gefrorene Lebensmittel aus dem Tiefkühlfach zum Auftauen in den Kühlschrank gestellt, tauen diese nicht nur schonend auf, sie kühlen ganz automatisch auch den Kühlschrank. Da ein Kühlschrank nach Bedarf kühlt, verbraucht dieser dann weniger Energie. Auf diesen Tipp hat mich meine Instagram-Community gebracht, als ich in einem Post erzählt habe, wie ich Lebensmittel in Altglas einfriere.

Ganz ähnlich ist der letzte Stromspartipp mit den Wassertöpfen im Kühlschrank. Ein voller Kühlschrank verbraucht weniger Energie, da Lebensmittel Kälte viel besser speichern als Luft. Ist der Kühlschrank während eines Urlaubs lange so gut wie leer, kann er mit Wassertöpfen befüllt werden. Das spart Energie. Das Wasser aus den Töpfen kann nach dem Urlaub zum Gießen der Pflanzen verwendet werden.

CO2-Emission beim Stromverbrauch senken: Zum Ökostrom-Anbieter wechseln

Strom sparen im Alltag ist wichtig. Doch wer bereits bewusst lebt, hat vermutlich schon an vielen Stellschrauben gedreht um den Stromverbrauch zu reduzieren. Es gibt da einen Punkt, der dauerhaft CO2-Emissionen einspart und mit wenig Aufwand verbunden ist. Dennoch wird er oftmals aufgeschoben: Zu einem Anbieter mit 100% Ökostrom wechseln.

Lampe Strom sparen mit Ökostrom Blog subvoyage Julia Zohren

Ich beziehe seit über fünf Jahren 100% Ökostrom von einem unabhängigen Anbieter. Zunächst alleine in meiner 1-Zimmer-Studentenwohnung in Köln, mittlerweile ist der Vertrag mit uns als vierköpfige Familie in die Kleinstadt umgezogen. Auch wenn ich mit dem alten Anbieter zu keinem Zeitpunkt unzufrieden war, haben wir nun gewechselt. Zu den Bürgerwerken. Warum wir so überzeugt sind von dem Konzept hinter dem Anbieter? Das erkläre ich euch in den nächsten Absätzen.

Bürgerwerke: 100% Ökostrom von Bürger*innen für Bürger*innen

Die Bürgerwerke sind ein Zusammenschluss von mehr als 15.000 Bürger*innen und 97 lokalen Energiegenossenschaften aus ganz Deutschland. Die Vertreterinnen dieser Bürger-Energiegenossenschaften treffen sich einmal im Jahr zur Bürgerwerke-Generalversammlung. Du und ich, wir können solch einer Energiegenossenschaft beitreten. Und somit Mitspracherecht erlangen und aktiv gestalten.

Die Bürgerwerke wiederum sind die Dachorganisation dieser lokalen Energiegenossenschaften, die zu Selbstkosten arbeiten. So verbleibt ein möglichst hoher Anteil der Wertschöpfung bei den Energiegenossenschaften vor Ort und kann in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert werden.

Wer den Schritt der Mitgliedschaft in einer Energiegenossenschaften (noch) nicht gehen möchte, kann als Kund*in Ökostrom oder Ökogas von den Bürgerwerken beziehen. So werden die kleinen und regionalen Erzeuger unterstützt. Das ist sowohl als Privat- wie auch Geschäftskunde möglich.

Kleine und regionale Stromerzeuger

Doch wie kann man sich nun solch eine Energiegenossenschaften vorstellen? Um das Prinzip genauer zu verstehen, ist es interessant zu wissen, was die Genossenschaft als Rechtsform auszeichnet:

  • Zur Gründung bedarf es mindestens drei natürlichen und/oder juristischen Personen, die eine schriftliche Satzung festlegen.
  • Eine Genossenschaft ist demokratisch organisiert. Vorstand, Aufsichtsrat, Generalversammlung – stets wichtige Organe einer Genossenschaft.
  • Per Gesetz wird kein Mindestkapital für eine Genossenschaft vorgeschrieben. Um Mitglied zu werden, muss mindestens ein Geschäftsanteil gekauft werden. Die Höhe des Anteils wird in der Satzung festgelegt, meist sind es um die 100 Euro.
  • Jedes Mitglied hat, unabhängig von seiner Kapitalbeteiligung, eine Stimme bei Abstimmungen.
  • Die Genossenschaft haftet mit ihrem Vermögen. Eine persönliche Haftung der Mitglieder kann ausgeschlossen werden.

Ziel einer Energiegenossenschaften ist es in der Regel eine dezentrale, konzernunabhängige und ökologische Energiegewinnung zu verfolgen. Das beinhaltet häufig die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Gewinnung von erneuerbaren Energien oder die Beteiligung an solchen Anlagen. Hat man selbst nicht die Möglichkeit eine Solaranlage auf dem eigenen Dach zu errichten (kein Dach, nicht genügend Kapital, …) kann man sich somit mit anderen Bürger*innen in Energiegenossenschaften zusammenschließen und gemeinsam in neue Anlagen investieren.

Auf der Bürgerwerke-Website gibt es eine Übersicht der Genossenschaften und darüber hinaus detaillierte Vorstellungen der einzelnen Anlagen wie etwa der Bürgerwindanlage “Gute Ute” in Hessen, die Strom für 1250 Haushalte produziert. Bei den Bürgerwerken wissen die Kunden genau, aus welchen Anlagen ihr Strom kommt und wohin ihr Geld fließt.

Der wohl größte Vorteil in meinen Augen: Die Energiegenossenschaften gehören vollständig ihren Mitgliedern. Sie können demokratische Entscheidungen treffen. Das macht sie unabhängig von den großen Energiekonzernen, die ihr Geld oftmals vor allem mit dreckigen Kohlestrom verdienen. Und das selbst wenn man den Öko-Tarif eines solchen Anbieters wählt. Mit der monatlichen Zahlung an den Energiekonzerne unterstützt man weiterhin indirekt die umweltschädliche Energiegewinnung.

Erneuerbare Energien: Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft und Biogas

Mit Hilfe von Sonne, Wind und Wasser wird der 100%-Ökostrom der Bürgerwerke produziert. Zudem gibt es auch BürgerÖkogas, welches wahlweise zu 5, 10 oder 100% aus Biogas besteht. Das Biogas wird ausschließlich aus organischen Abfällen gewonnen, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben anfallen. Der Erzeuger ist die Zuckerrübenfabrik Anklam in Mecklenburg-Vorpommern. Dort werden für die Gasproduktion regionale Zuckerrüben genutzt.

Steckdose und Lichtschalter Strom sparen mit Ökostrom Blog subvoyage Julia Zohren

Stromanbieter in wenigen Minuten wechseln – so einfach geht’s!

Der Wechsel des Stromanbieters ist einfach, ohne großen Aufwand und mit geringer Zeitinvestition möglich. Ich selbst habe online den Wechselservice der Bürgerwerke in Anspruch genommen. Die benötigten Daten sind überschaubar und waren sofort griffbereit. Nach dem Ausfüllen des Formulars kümmern sich die Bürgerwerke um alles weitere. Etwa das Kündigen beim alten Anbieter. Wer lieber postalisch wechseln möchte, kann natürlich auch das machen.

Wechselprämie für euch – 20 Euro sparen als Neukunde*in! Einfach den Gutscheincode SUBVOYAGE20 beim Wechsel angeben.

Nach Möglichkeit gebt ihr euren Stromverbrauch aus dem letzten Jahr an, nicht nur die Personenzahl des Haushaltes. Wir verbrauchen deutlich weniger als automatisch berechnet. Oftmals ist Ökostrom gar nicht teurer als ein konventioneller Stromtarif. Je nach Tarif ist die monatliche Zahlung sogar geringer. Noch ein Grund mehr mit dem Wechsel nicht länger zu warten!

Setzt ihr noch weitere Stromspartipps im Alltag um? Oder habt Fragen zu den Bürgerwerken? Stellt mir diese gerne in den Kommentaren – ich freue mich auf den Austausch!

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