5 Tipps aus dem Buch “Slow Family”

Eigene Kinder verändern unser Leben, uns und unsere Umgebung. Klar, wir sind immer noch wir selbst. Doch Prioritäten verschieben sich und Wertvorstellungen werden oftmals neu hinterfragt. Was möchte ich meinen Kindern weitergeben? Wie lässt sich ein bedürfnisorientiertes Leben mit Kindern umsetzen? Inspiration dazu hat mir das Buch Slow Family von Julia Dibbern und Nicola Schmidt geliefert. 5 Tipps daraus gibt es für euch in diesem Artikel!

Klassische Erziehungsratgeber sucht man bei uns im Bücherregal vergebens. Und auch wenn das Buch Slow Family den Untertitel “Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern” trägt, ist dieses alles andere als eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein glückliches Leben. Schließlich kann es diese gar nicht geben, ist doch jede Familie ganz individuell.

Das Buch ist gespickt mit etlichen persönlichen Geschichten und Erfahrungen der beiden Autorinnen. Geschichten, die zum Nachdenken anregen. Aus diesen Erfahrungen leiten sie “slow-down-faster-tipps” – einen davon findet ihr weiter unten im Artikel – und “so geht’s”-Absätze ab. Mal füllen diese Absätze eine ganze Seite, mal sind sie kurz und knackig wie der auf Seite 216: “Lass die Kinder machen. Jenseits von Bewertung und Ehrgeiz”.

Buch Slow Family Rezension Blog subvoyage Bedürfnisorientiert leben mit Kindern artgerecht Nachhaltigkeit Minimalismus

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Viele der genannten Aspekte beziehen sich nicht nur auf den Alltag mit Kindern, sondern lassen sich ebenso auf das Leben ganz allgemein übertragen. Ich habe euch 5 Zitate aus dem Buch Slow Family herausgesucht, die mich nachhaltig zum Denken anregt haben. Da ihr online das Inhaltsverzeichnis einsehen könnt und auch eine Leseprobe findet, gehe ich an dieser Stelle nicht weiter auf den Aufbau des Buches ein, sondern starte gleich mit den Zitaten:

1 | Langsam erreichen wir auch besser, was wir uns vornehmen. […] Einfach deswegen, weil wir achtsamere Entscheidungen treffen. Wir ersparen uns all die zeitraubenden Irrungen und Wirrungen. (Seite 10) Ein Tipp, den ich mir persönlich definitiv mehr zu Herzen nehmen möchte: langsam, achtsam und bedacht Handeln. Oftmals bin ich recht ungeduldig, habe Hummeln im Hintern und möchte Dinge am liebsten sofort in die Tat umsetzen. Eine Eigenschaft, die gewiss auch ihre positiven Seiten hat und die ich keineswegs komplett ablegen möchte. Doch etliche Male habe ich mich bereits über mich selbst geärgert, da ich einfach zu schnell gehandelt habe. Manche Entscheidungen fallen mit ein klein wenig Bedenkzeit nun einmal besser aus. Ob ein Kind dabei involviert ist oder nicht. Ich möchte künftig lernen mir diese Zeit zum Bedenken zu nehmen wenn es drauf ankommt.

2 | Wir entscheiden, wohin wir unsere Lebenskutsche lenken. Wir können zum Beispiel entscheiden, ob wir MEHR Dinge haben wollen oder BESSER leben wollen. (Seite 30) Ein Aspekt, der mich und uns seit Wochen intensiv beschäftigt. Wir missten immer wieder aus, trennen uns von Dingen, die uns nicht glücklich machen sondern regelrecht belasten. Und so fragen wir uns bei jeder Neuanschaffung ob wir diese tatsächlich brauchen und ob sie uns glücklicher macht. Oder ob uns nicht etwas immaterielles nicht viel glücklicher machen würde. Was macht ein gutes Leben aus? Ein Kinderzimmer voller Spielsachen oder der gemeinsame Familienausflug in den Wald? Ich verteufle den Konsum keineswegs von Grund auf. Ich möchte lediglich bewusst konsumieren. Nach Jahre langer Übung gelingt mir das schon immer besser, doch auch ich tappe immer mal wieder in die Kauffalle.

3 | Die Familienbedürfnispyramide: Die Grundlage all dieser Bedürfnisse ist, aus unserer Sicht, das Bedürfnis nach Zeit. Denn bevor wir überhaupt wahrnehmen können, ob jemand in der Familie „Hunger leidet“, brauchen wir einen Augenblick Zeit. (Seite 41) Das Baby weint, wird schon seit 30 Minuten erfolglos in den Schlaf getragen. Dabei wartet doch nebenan ein Berg an Arbeit, der erledigt werden will. In der ein oder anderen Situation ertappe ich mich dabei nicht voll im Hier und Jetzt, sondern mit den Gedanken bereits ganz wo anders zu sein. Wird mir das, vielleicht auch erst nach 30 Minuten, bewusst und halte ich inne um mich voll und ganz meinem Kind und seinen Bedürfnissen zu widmen, entspannt sich die Situation oftmals binnen weniger Augenblicke. Hat meine Tochter Durst? Ist ihr vielleicht zu warm im Schlafsack und sie kann deshalb nicht einschlafen? Ich muss mir ganz bewusst Zeit nehmen, um dies zu erkennen. Kennt ihr noch das Spiel “Die Sims”? So ähnlich habe ich das vor Augen: alle Bedürfnis-Balken (Hunger, Toilette, Schlaf, Sozialer Kontakt, …) müssen gefüllt und grün sein, damit das Baby glücklich und zufrieden ist. Und das steht an erster Stelle. Immer.

4 | Setze deine Prioritäten. Was ist dir wichtig, wie willst du sein, wie willst du leben? Diese Werte sind dein Leitstern, deine Orientierungshilfe auf dem Weg zu sämtlichen Zielen, die du dir setzt. (Seite 61) Diese drei W-Fragen sind Fragen, die ich aktuell noch nicht zu 100 % für mich zufriedenstellend beantworten kann. Ein Grund mehr, warum sie mich so sehr beschäftigen. Nur wenn man sich klare Ziele setzt, kann man diese auch erreichen. In den kommenden Wochen werde ich die drei Fragen in einem kleinen Notizbuch für mich beantworten. Wenn etwas niedergeschrieben wird, erhält es gleich ein vielfaches an Macht. Zudem hilft es mir meine wirren Gedanken zu sortieren. Im geschriebenen Wort kann ich mich stets besser und klarer ausdrücken als im gesprochenen. Selbst wenn ich meine Tochter Amelie in die Beantwortung dieser Fragen nicht direkt einbeziehen würde, hätten diese dennoch Auswirkungen auf sie. Schon mit gerade einmal 8,5 Monaten beobachtet sie uns und unser Handeln aufmerksam. Kinder lernen so viel aus dem ihnen vorgelebten.

5 | Menschen sind nicht geboren, um alleine zu sein. Wir brauchen andere. Um unsere Ziele zu erreichen. Um unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Und einfach, um mit ihnen am Feuer zu sitzen. (Seite 97) Ich bin ein eher introvertiert Mensch und verbringe gerne Zeit alleine. Während meines Studiums hätte ich mir nicht vorstellen können in einer WG zu leben. Meine kleine eigene 1-Zimmer-Wohnung habe ich sehr geschätzt. Nun könnte ich mir nichts besseres Vorstellen als das Zusammenleben mit Mann und Kind. Dennoch bin ich gerne weiterhin auch alleine für mich. Ich merke aber genau so, dass mir und auch Amelie der Kontakt zu anderen Muttern und Babys gut tut und so treffen wir uns auch mindestens einmal pro Woche mit Bekannten und Freunden. Wir quatschen, tauschen uns aus, spielen. Noch viel wichtiger: die Unterstützung zu Hause. Oma und Opa leben 1 Stunde entfernt. Doch aktuell kann der Papa es einrichten viel Zeit mit Amelie zu verbringen. Gemeinsam mit uns zu dritt aber auch alleine. Das gibt mir unheimlich viel Kraft, gerade da ich bereits wieder seit einigen Monaten arbeite. Stehen beim Mann einmal stressigere Tage an, merke ich direkt wie sich die geringe Unterstützung auswirkt. Ich bin unendlich dankbar für diese Unterstützung und möchte sie in einem gesunden Gleichgewicht halten.

Ich könnte euch noch viele weitere Zitate und Denkanstöße aus dem Buch Slow Family liefern. Da dem so ist, kann ich euch aus Herzen sagen: der Kauf des Buches lohnt sich. Wie zu Beginn des Artikels angekündigt, folgt nun noch ein slow-down-faster-tipp, den ich in nächster Zeit umsetzen möchte.

slow-down-faster-tipp
Schnappt euch dieses Wochenende mal ein Stück Papier und einen Bleistift und tragt sie mit euch herum. Schreibt auf, wie viel Zeit ihr verbracht habt: Haushalt, Organisation, Arbeit, Kinder, Nichtstun. Stimmt die Verteilung? Wenn nicht, trefft eine Entscheidung – es ist euer Leben, eure Kinder sind nur jetzt klein – und ändert es.

Habt ihr das Buch Slow Family bereits gelesen? Hat es euch genau so gut gefallen? Welche Passagen haben euch zum Nachdenken angeregt? Lebt ihr vielleicht bereits euren ganz eigenen achtsamen Familienalltag? Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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1 Kommentare

  1. Der Post war wirklich schön zu lesen. Ich mag diese Art von Posts total gerne, und werde mir überlegen auch einmal auf meinem Blog so etwas in der Art zu erschaffen.. vielen Dank für die Inspiration, du hast mich auf jeden Fall als eine neue Leserin dazu gewonnen!!

    Alles Liebe, Lea von http://leachristin.com

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