Familienbett mit Baby und Kleinkind

Familienbett mit Baby und Kleinkind Einschlafritual Bedürfnisorientiert Nachhaltigkeit Blog subvoyage Julia Zohren

Werbung | Mit den Liebsten kuscheln. Nachts Händchen halten. Dem beruhigenden Atmen lauschen. Auch nach drei Jahren ist das Familienbett für uns die ideale Lösung. Mittlerweile schlafen wir zu viert gemeinsam in einem großen Bett: Papa, Mama, Kleinkind und Baby. Die Große ist drei Jahre alt, die Kleine acht Monate. Nachdem ich euch vor über zwei Jahren kurz nach dem Einzug unseres 240 cm breiten Bettes von unserer Schlafsituation berichtet habe, folgt nun ein kleines Update.

Zwei Kinder im Bett – darauf achten wir

Die Fotos für den ersten Familienbett-Artikel sind noch in unserer Wohnung in Köln entstanden. Mittlerweile sind wir zurück in unsere Heimat gezogen. In unserer neuen Wohnung ist das Schlafzimmer deutlich kleiner, was total gemütlich ist. Unser Bett hat so gerade noch hinein gepasst. Da wir noch einen kleinen Teil von 28 cm “angebaut” haben, reicht das Bett nun von Wand zu Wand. Damit haben wir eine Liegefläche von 268 cm. Rein rechnerisch hat bei uns jedes Familienmitglied eigene 67 cm Matratze zur Verfügung. In der Praxis variiert das natürlich. Doch wir haben reichlich Platz und den seitlichen Rausfallschutz können wir uns so auch sparen. Ausreichend Platz ist in meinen Augen essentiell für angenehme Nächte im Familienbett.

Familienbett mit Baby und Kleinkind Einschlafritual Bedürfnisorientiert Nachhaltigkeit Blog subvoyage Julia Zohren

[Disclaimer: Das sind ausschließlich unsere persönlichen Erfahrungen, die nicht stets den offiziellen Empfehlungen entsprechen. Holt euch bei Ungewissheit bitte Rat bei eurer Hebamme oder anderem Fachpersonal.]

In der ersten Schwangerschaft haben wir noch ein Beistellbett aufgebaut. Das ist damals recht schnell auf dem Dachboden verschwunden und da ist es bis heute auch stehen geblieben. Wir haben von Anfang an somit alle im Familienbett geschlafen. Die ersten drei Lebensmonate hat das Baby die Abende mit uns im Wohnzimmer verbracht. Erst danach sind beide Kinder gemeinsam schlafen gegangen. Liegen die beiden alleine im Bett ohne uns Eltern, liegt stets ein langes Stillkissen zwischen den beiden. Dank der Trennmauer ist das Kleinkind im Schlaf dem Baby noch nie unerwünscht auf die Pelle gerückt.

Zu Beginn der Nacht liegen wir meist in dieser Reihenfolge nebeneinander: Baby, Mama, Kleinkind, Papa. Nachts stille ich seitlich im Liegen. So wechseln sowohl ich als auch das Baby meist mehrmals die Liegeseite. Liegt das Baby nicht an der Wand, liegt auch dann wieder das Stillkissen zwischen den Geschwistern.

Ansonsten hat sich bei uns nicht allzu viel geändert an unseren Nächten im Familienbett. Das mag sich noch ändern können, doch bisher waren alle Bedenken – die man sich so in der Schwangerschaft macht – unbegründet.

Unser Einschlafritual mit zwei Kindern

Das hat sich seit der Geburt der kleinen Schwester bereits einige Male geändert. Und das ist auch völlig normal. Schlaf ist super individuell. Es gibt kein Geheimrezept, mit dem alle Kinder gleich gut einschlafen. Dennoch weiß ich, dass es hilfreich sein kann einen kleinen Einblick bei anderen Familien zu bekommen. Darum erzähle ich euch von unserem aktuellen Einschlafritual. Auch wenn es sich morgen vielleicht schon wieder ändert.

Nach dem Abendessen gehen wir alle gemeinsam ins Badezimmer, putzen die Zähne und waschen das Gesicht mit einem Waschlappen. Anschließend werden beide Kinder im Vorraum des Schlafzimmers gewickelt und wir ziehen die Schlafanzüge an. Wir wechseln dabei immer wieder ab, wer sich um welches Kind kümmert.

Familienbett mit Baby und Kleinkind Einschlafritual Bedürfnisorientiert Nachhaltigkeit Blog subvoyage Julia Zohren
Familienbett mit Baby und Kleinkind Einschlafritual Bedürfnisorientiert Nachhaltigkeit Blog subvoyage Julia Zohren

Im Schlafzimmer schalten wir eine Lichterkette sowie die kleine Leselampe an. Die Große darf sich nun ein Buch aussuchen, das der Papa vorliest. Wir haben immer eine bestimmte Auswahl an Büchern im Schlafzimmer. Gemeinsam legen wir uns zu viert ins Bett. Meist trinkt die Kleine kurz ein wenig an der Brust, krabbelt dann aber fix zu Papa und der Schwester rüber. Dort schaut sie ebenfalls mit ins Buch oder versucht eher immer wieder danach zu greifen. Nicht selten drehen die beiden Schwestern dabei nochmals ein wenig auf. Es wird gekitzelt und gelacht.

Nach dem Vorlesen verabschiedet der Papa sich aus dem Schlafzimmer und wir löschen das Licht komplett. Nur eine kleine Nachtlampe in der hintersten Ecke in der Steckdose leuchtet noch schwach. Über das Smartphone hören wir leise ein Hörspiel. Tatsächlich seit fast zwei Monaten so gut wie ausnahmslos jeden Abend das gleiche auf Wunsch der Großen: Eule findet den Beat auf Europatour.

Während das Hörspiel im Dunkeln läuft, stille ich seitlich liegend die Kleine. Die schläft dabei irgendwann ein. Und die Große kuschelt sich währenddessen an meinen Rücken und schläft ebenfalls recht zügig ein. Keine zwei Minuten nachdem beide schlafen, kann ich aufstehen, das Stillkissen zwischen die beiden Schwestern legen und das Schlafzimmer verlassen.

Momentan klappt es tatsächlich so einfach. Aber: wir haben auch Monate gebraucht, bis wir an diesem Punkt angekommen sind. Es gab viele Abende, die ganz anders gelaufen sind. Ebenso ist mir bewusste, dass eine Phase kommen wird, in der dieses aktuelle Ritual nicht mehr funktionieren wird. Doch bis dahin genießen wir die Abende.

Flexibel bleiben: Ausweichmöglichkeiten schaffen

Im letzten Absatz habe ich es bereits angesprochen: viele Abende haben sich von dem beschriebenen Abendritual unterschieden. Anfangs habe ich mir dabei noch Druck gemacht mit Gedanken wie “Aber das muss doch jetzt klappen! Andere Mütter schaffen es auch beide Kinder alleine ins Bett zu bringen”. Nein, das muss nicht. Das Familienbett ist nicht für jede Familie die ideale Lösung. Aus unterschiedlichsten Gründen.

Wir haben so etwa eine Zeit lang die Kinder in unterschiedlichen Zimmern in den Schlaf begleitet. Ich das Baby im Kinderzimmer, Yannick die Große kurz danach und somit fast parallel im Schlafzimmer. Zu dem Zeitpunkt waren die Bedürfnisse noch zu unterschiedlich. Absolute Ruhe und Dunkelheit vs. Lesen und vom Tag erzählen bei Lichterkettenschein. Dank des 90×200 cm großen Bettes im Kinderzimmer war das problemlos möglich. Das nutzen wir tagsüber zum Kuscheln beim Lesen und eben auch ganz bewusst als Ausweichmöglichkeit am Abend oder in der Nacht. Damals haben wir das Baby immer mit rüber ins Schlafzimmer genommen, wenn wir Eltern ins Bett gegangen sind.

Unser 240 cm breites Familienbett

Im ersten Artikel über das Familienbett habe ich über unser Bett von Ecolignum bereits ausführlich geschrieben. Dennoch sei es an dieser Stelle nochmals erwähnt, da wir nach wie vor sehr zufrieden damit sind und oftmals Fragen dazu erhalten. Wir haben das Modell SCALA in der kleinsten Größte. Es ist bis zu einer Breite von 320 cm erhältlich.

Familienbett mit Baby und Kleinkind Einschlafritual Bedürfnisorientiert Nachhaltigkeit Blog subvoyage Julia Zohren

Unser Bett ist 240 cm breit. Wir haben zwei Lattenroste à 120 cm Breite. Darauf liegt eine 160 cm breite Matratze und eine weitere mit einer Breite von 80 cm. Zwischen den Matratzen haben wir eine “Liebesbrücke”. Für unsere kleine selbst gebaute Erweiterung haben wir einfach eine Schaumstoffmatratze passend zugeschnitten.

Kuschelig: unsere nachhaltige Bettwäsche

Genau so viele Fragen wie zum Bett selbst, erhalte ich tatsächlich zu unserer nachhaltigen Bettwäsche. Daher hat auch diese einen eigenen Absatz verdient. Diese ist von der Marke “midnatt” und über den Shop nordery erhältlich. Wir haben die Farbtöne Dromedary, Rubra und Pebble stets in Kombi aufgezogen.

nordery: Der nachhaltige Online-Shop

nordery ist ein Online-Shop für nachhaltige Wohn- und Dekoaccessoires im nordisch inspirierten Designstil. Zusätzlich findet ihr eine feine Auswahl an Naturkosmetik bei nordery. Bevor die Produkte ins Sortiment wandern, werden sie von der Gründerin Jasmin ausgiebig geprüft. Faire Arbeitsbedingungen und eine umweltschonende Produktion spielen dabei eine große Rolle.

Eure Fragen – Kleines FAQ zum Familienbett

Gerade über meine Instagram-Community erreichen mich immer wieder Fragen zum Familienbett. Die Antworten auf diese Fragen möchte ich an dieser Stelle sammeln. Habt ihr noch weitere Fragen, dann stellt mir diese gerne jederzeit. Egal ob unter diesem Beitrag als Kommentar oder in einer persönlichen Nachricht über Instagram.

Wecken sich die Kinder im Familienbett nachts gegenseitig auch schon mal?

Das ist in den vergangenen acht Monaten bei uns vielleicht zweimal vorgekommen. Sprich so gut wie nie. Die Kleine meldet sich nachts zum Trinken und die Große hat hin & wieder einen Albtraum. Es gibt also durchaus Gelegenheiten, bei denen die eine durch das Weinen der anderen geweckt werden könnte. In 99% der Fällen regt sich die jeweils andere aber nicht. Das mag aber von Kind zu Kind variieren. Die Große hat schon immer wie ein Stein geschlafen und lässt sich selbst von Rauchmelder & Co nicht wecken.

Fehlt euch Eltern nicht die Zweisamkeit im Schlafzimmer?

Tatsächlich die häufigst gestellte Frage. Meine Vermutung: Meist von Menschen, die (noch) keine Kinder haben. Für uns ist es das größte Glücksgefühl, neben unseren Liebsten einschlafen zu können. Diese Zeit, in der die Kinder bei uns schlafen, wird rückblickend so schnell vorbeigehen. Und für “Zweisamkeit” steht uns ja der gesamte Rest der Wohnung zur Verfügung.

Welche Kinderdecke kannst du empfehlen?

Die Große schläft unter einer 100×135 cm großen Kinderbettdecke von snuuz. Die Decke ist mit recycelten Daunen gefüllt und wurde in Deutschland produziert. Sie kommt somit ganz ohne Tierleid aus, bringt aber dennoch die Vorteile der Daunenfüllung mit sich. Eine ganze Weile hat die Große sowohl ohne Schlafsack als auch ohne Decke geschlafen. Mit etwa 2,5 Jahren hat sie begonnen die Decke mit Freude zu verwenden.

Welche Schlafanzüge tragen die Kinder?

Beide Kinder tragen in 95% der Nächte einen Wollschlafanzug von hessnatur. Die Große trägt ihren bereits seit über 1 Jahr und er passt dank der Mitwachsbündchen noch immer. Vom zweiten bis zum dritten Geburtstag hat sie in der Größe 104 getragen. Die Kleine trägt ihn mit 8 Monaten in der Größe 74/80 und wird ebenfalls noch eine ganze Weile etwas davon haben.

Somit ist dieser Schlafanzug in unseren Augen eine Investition, die sich lohnt. Dank der Wolle sind die Kinder nachts immer gut temperiert. Bei uns schlafen die Kinder beide meist von 19 Uhr am Abend bis 7 Uhr am nächsten Morgen. Das sind 12 Stunden und somit 50 % eines kompletten Tages. Mir ist es besonders wichtig, dass unsere Kinder in diesen vielen Stunden bequem liegen und ihnen weder zu warm noch zu kalt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.