Achtsamkeit im Alltag: Hilfe annehmen + meine Assistentin

Immer wieder bekommt man es zu hören und auch ich habe es schon das ein oder andere Mal gesagt: “Ach hätten die Tage doch nur 48 Stunden”. Ob uns das ein stressfreieres Leben bescheren würde? Ich denke nicht. Was jedoch helfen kann: Hilfe annehmen. In diesem Artikel erzähle ich warum Unterstützung im Alltag in meinen Augen so wichtig ist und wer mir im Berufsleben nun unter die Arme greift.


Blog, Online-Shop, Freelancer Aufträge, Baby, Beziehung, Haushalt, Sport. Auf Instagram bekomme ich Nachrichten von euch mit Inhalten wie “Es ist mir ein Rätsel, wie du es schaffst das alles unter einen Hut zu bekommen”. Ich schaffe das nicht alles nebenbei wie ganz selbstverständlich und ich schaffe es gewiss auch nicht alleine. Gerade in den Sozialen Medien entsteht was diese Thematik betrifft oftmals ein falsches Bild. Daher möchte ich darauf ein wenig genauer eingehen.

Begrenzte Ressourcen: Der Tag hat nur 24

Mein Tag hat 24 Stunden, so wie die Tage von jedem anderen Menschen auch. Gewiss gibt es Menschen, die sich strukturiert organisieren und so produktiver arbeiten als andere. Doch diese Produktivität hat ihren Grenzen. Gerade wenn man als Selbstständige mehrere Projekte gleichzeitig zu stemmen hat.

Ab einem gewissen Punkt ist es unerlässlich sich Unterstützung zu suchen. Das trifft im übrigen nicht nur auf Selbstständige zu. Auch die Dreifach-Mama kann sich Unterstützung im Haushalt durch eine Freundin, eine Nachbarin oder auch eine bezahlte Reinigungshilfe suchen. Im ersten Schritt sollte man sich also ins Bewusstsein rufen, dass es durch begrenzte Ressourcen völlig natürlich ist auf Hilfe angewiesen zu sein. Man kann nicht alles alleine schaffen.

Hilfe annehmen ist keine Schande

Da es so natürlich ist, ist es gewiss keine Schande Hilfe anzunehmen. Ich lese zurzeit immer wieder einige Seiten im Buch “Slow Family“. Vieles daraus lässt sich auch auf den Alltag ohne Kind/er übertragen. So gibt es in dem Buch etwa ein Kapitel mit dem Titel “Hilfe annehmen”. Das Konzept “Dorf” aus früheren Zeiten kommt dort immer wieder zur Sprache. Niemand musste seinen Alltag alleine in einer 3-Zimmer-Wohnung meistern. Man hat sich gegenseitig bei den unterschiedlichsten Aufgaben unter die Arme gegriffen und so gemeinsam gekocht oder auch zusammen geputzt. Wie wäre es also mit regelmäßigen Kochabenden mit Freunden? So könnte man sich einen “freien” Abend pro Woche schaffen. Für wen das bereits ein zu großer Schritt ist, hier ein Slow-Down-Faster-Tipp aus dem Buch “Slow Family”:

Wenn dir das nächste Mal jemand anbietet die Tür aufzuhalten oder in den Mantel zu helfen, sag einfach “Danke!” und lass es ihn tun.

Selbst bei diesen Kleinigkeiten des Alltags fällt es uns teils schwer Hilf anzunehmen. Dabei freut es unser Gegenüber helfen zu können. Die Annahme der Hilfe ist somit quasi eine Win-Win-Situation. Mit der Umsetzung des Tipps können wir langsam beginn zu lernen Hilfe besser anzunehmen.

Nicht abwarten sondern selbst aktiv werden

“It’s on us to…” – in einem meiner letzten Instagram-Posts habe ich es bereits thematisiert: wenn uns etwas stört, wir etwas ändern möchten, dann sollten wir selbst aktiv werden. Deshalb: traut euch, sucht euch Hilfe! Wenn es euch schwer fällt, könnt ihr zunächst mit euch nahestehenden Personen darüber sprechen wie diese Unterstützung aussehen könnte und wie sie sich organisieren lässt. Oftmals ist das Hilfe suchen noch wichtiger als das Hilfe annehmen.

Meine Assistentin: Madeleine

Ich habe das große Glück wunderbare Unterstützung durch meinen Verlobten, Amelies Vater, zu erfahren. Und das in allen Bereichen. Ohne ihn hätte ich in der Elternzeit bisher nicht nebenbei arbeiten können. Dennoch bin ich an einem Punkt angelangt, an dem mir sowohl mein Kopf als auch mein Körper gesagt haben “Das ist zu viel!”. Durch eine glückliche Fügung ist kurze Zeit später Madeleine zu mir gestoßen.

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Madeleine studiert im 1. Semester den Bachelor-Studiengang “Online-Redakteur” an der TH Köln. Vor 4 Jahren stand ich genau an der gleichen Stelle, auch ich habe Online-Redakteur studiert. Der Kontakt entstand durch den Studiengangsleiter. Seit Mai unterstützt Madeleine mich nun bei diversen To-Do’s. Zunächst bestand der Kontakt nur per Mail und Telefon, vor einigen Tagen haben uns das erste Mal persönlich getroffen.

Madeleine hat die Fotos des letzten Outfit-Posts geschossen und Produkttexte für den Online-Shop geschrieben, sodass nun endlich die neue Kategorie “Haushalt” online gehen konnte. Das habe ich seit Januar vor mir hergeschoben. Ein wahnsinnig befreiendes Gefühl Aufgaben wie diese nun abhaken zu können. Der Blog wird somit wie gewohnt meine Handschrift tragen, Madeleine entlasst mich durch die Abnahme von einigen Aufgaben im Hintergrund jedoch enorm.

Mehr Input zum Thema gewünscht?

Mia geht in ihrem Artikel “Erfolgreich Nebenprojekt & Vollzeitjob vereinbaren – 7 Tipps & meine Erfahrungen” unter Punkt 6 “Outsourcen” ebenfalls auf das Thema Hilfe annehmen ein. Katharina von Modernslow erzählt in einem Blogartikel warum auch sie ein kleines Team hat und Yavi beantwortet die Frage “Wie schaffst du das alles?” mit einem exemplarischen Tagesablauf sowie einigen wichtigen Gedanken zum Thema “Wollen wir nicht mehr, als nur funktionieren?”.

Erhaltet ihr bereits Hilfe im (Berufs-)Alltag? Wünscht ihr euch Hilfe? Welche Hürden müsst ihr meistern bei der Umsetzung dieses Wunsches? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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