#Inkluencer – Jeder kann einen Beitrag zur Inklusion leisten!

Werbung | Dem Begriff “Inklusion” begegnen wir im Alltag an verschiedenen Stellen. Ich bin mir sicher, ihr habt ihn auch schon einmal gehört oder gelesen. Doch was bedeutet Inklusion eigentlich wirklich? Was steckt dahinter? Warum betrifft sie uns alle? Und was ist ein Inkluencer? In diesem Artikel möchte ich euch von persönlichen Erfahrungen erzählen und berichten, warum es in meinen Augen so wichtig ist, dass wir uns alle von Anfang an stark machen für Inklusion.

Was bedeutet Inklusion?

Inklusion bedeutet Gleichberechtigung und Gemeinschaft. Egal wo man herkommt, wie man aussieht und welche Eigenschaften man mitbringt. Völlig selbstverständlich ein vollwertiger Teil eines Gefüges sein – alle sind gleich, niemand besser oder schlechter. Inklusion ist ein Menschenrecht und sollte die Norm sein. Leider sieht das in der Praxis oftmals noch anders aus.

Warum betrifft Inklusion uns alle?

Inklusion funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Daher betrifft sie uns alle. Wir müssen uns stark machen für Menschen, die Ausgrenzung erfahren. Die Augen offen halten, handeln und helfen. Keine Berührungsängste haben. Jeden Menschen gleich behandeln.

Etwa jeder achte Mensch in Deutschland hat eine Behinderung. Keine kleine Gruppe. Doch nicht nur Menschen mit Behinderung werden stellenweise ausgegrenzt oder erfahren Benachteiligungen. Gleiches geschieht aufgrund von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder Aussehen.

Erfahrungen aus dem Alltag

Für mich bedeutet Inklusion auch Austausch. Wo funktioniert Inklusion bereits ganz gut? Wo noch nicht? Und wie können wir letzteres ändern? Ich habe mit zwei Freundinnen, Nadine und Nina, über Inklusion gesprochen und möchte euch an ihren Erfahrungen teilhaben lassen.

Barrierefreiheit im Web spielt in unserem Alltag eine große Rolle

Nadine Conrads (24 Jahre) studiert in Köln “Erziehungswissenschaften” im letzten Semester. Im Rahmen ihres Studiums hat sie verschiedene Erfahrungen mit dem Thema Inklusion sammeln können. Aktuell beschäftigt sich die Kölnerin mit barrierefreien Websites sowie Apps und der barrierefreien Social Media Nutzung.

Inklusion Inkluencer Shirt Blog subvoyage Julia Zohren Aktion Mensch

Nadine: “Das ist ein sehr wichtiges Thema, da in unserer heutigen Zeit sehr viel online geschieht. Das betrifft auch Formulare, die für Ämter ausgefüllt werden müssen. Die Stadt Köln hat dahingehend viele Punkte bereits gut umgesetzt. Man kann sich sämtliche Seiten vorlesen oder auch in “Einfache Sprache” übersetzen lassen. Zudem wurde die Website der Stadt von Störreizen befreit. Doch in vielen Bereichen gilt es auch noch einiges aufzuholen. So habe ich etwa im Rahmen einer Hausarbeit beispielhaft eine Mathematik-Lern-App für Kinder auf Barrierefreiheit überprüft. Leider war diese so gut wie gar nicht barrierefrei nutzbar.”

Schon seit ihrer Jugend tanzt Nadine leidenschaftlich gerne. Neben dem Studium arbeitet sie als Tanzlehrerin. Immer wieder erhalten Tanzschulen auch Anfragen von Menschen mit Behinderung, ob sie am Tanzunterricht teilnehmen dürfen. Nadine: “Ich finde solche Anfragen großartig! Die Person kennt sich schließlich selbst am besten und kann einschätzen, was sie schafft und was nicht. Doch ich kenne Lehrer*innen, die solche Anfragen sofort abblocken. Weil sie sich nicht zutrauen mit Menschen mit Behinderung umzugehen”.

Wir sollten mit Menschen mit Behinderung so umgehen, wie wir mit jedem anderen Menschen auch umgehen. Ganz einfach.

Nina Wilczek (24 Jahre) ist ausgebildete Krankenschwester und arbeitet als Schulbegleiterin für ein Kind mit schwerer Behinderung, das im Rollstuhl sitzt und künstlich ernährt wird. Das von Nina betreute Kind besucht die Sonderschule “Regenbogenschule” in Stolberg. Nina berichtet nur positives von dem Schulalltag.

Nina: “Die Regenbogenschule ist eine Schule für alle Kinder – egal mit welcher Behinderung. Wir gehen auf jedes Kind einzeln und individuell ein. Gemeinsam mit meinem Kind, das ich im Schulalltag begleite, nehme ich regelmäßig Angebote in den Bereichen Logopädie, Physiotherapie und auch der Wassertherapie innerhalb der Schule wahr. Es gibt noch viele weitere Angebote. Etwa unsere Therapiehunde. Neben den Hunden leben Ziegen, Hasen und Hühner in der Schule. Die Kinder kümmern sich gemeinsam um die Tiere. Das Gemeinschaftsgefühl der Kinder wird dadurch positiv geprägt. Jeder akzeptiert den anderen so wie er ist und alle helfen sich gegenseitig. Auch einen Mofakurs gibt es. So werden die Kinder mobiler und selbstständiger”.

Der Blick in die Zukunft der Kinder bereitet Nina teilweise jedoch Sorgen. Nach Erfüllen der Schulpflicht, sprich mit ungefähr 17-18 Jahren, verlassen die Kinder die Schule. Geförderte Plätze für Erwachsene, etwa in Werkstätten der Caritas, sind zu wenige vorhanden und zudem nicht für jeden Menschen mit Behinderung das richtige. Doch auch die Zukunft spielt in der Regenbogenschule eine große Rolle. Nina: “Es gibt gesonderte AGs, in denen Interessen der Kinder gefördert werden, die für eine Ausbildung später nützlich sein könnten. Zweimal wöchentlich wird ab einem entsprechenden Alter die berufliche Zukunft thematisiert und geschaut, wie das jeweilige Kind auf seinem Weg unterstützt werden kann”.

Auch im Privaten ist Ninas Arbeitsalltag immer wieder Thema: “Wenn ich mit meiner Familie und dem Freundeskreis über meine Arbeit spreche, merke ich, dass sich viele nicht vorstellen können mit Menschen mit Behinderung zusammenzuarbeiten. Hauptsächlich aufgrund von Respekt und vielleicht sogar Angst vor dieser Aufgabe. Sie wissen nicht, wie sie mit Menschen mit Behinderung umgehen sollen. Ich denke mir: so, wie mit jedem anderen Menschen auch. Ganz einfach”.

Aktion Mensch unterstützt

Nadines und Ninas Erfahrungsberichte zeigen, dass vor allem das Thema “Berührungsangst” bei der Inklusion immer wieder eine Rolle spielt. Wenn aber alle Menschen gleichberechtigt zusammenleben sollen, brauchen wir mehr Kontakt. Aktion Mensch will genau das erreichen. Durch Aufklärung versucht Aktion Mensch die Angst vor Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung abzubauen. Außerdem werden Projekte gefördert, in denen Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammenleben.

Durch die #Inkluencer-Kampagne möchte Aktion Mensch mehr Menschen motivieren sich für Inklusion stark zu machen. Jede*r von uns kann ein*e Botschafter*in für Inklusion werden!

Gewinnspiel: Gewinnt ein exklusives Inkluencer-Shirt!

Mit der Foto-Aktion von Aktion Mensch könnt ihr ein Zeichen für Toleranz setzen und selbst zum*r Inkluencer*in werden. Ladet auf der Website von Aktion Mensch einfach ein Foto hoch und verratet, was Inklusion für euch bedeutet. So könnt ihr Teil eines großen Mosaikbildes werden und zudem eines von 750 limitierten Inkluencer-Shirts gewinnen.

Inklusion Inkluencer Shirt Blog subvoyage Julia Zohren Aktion Mensch
Inklusion Inkluencer Shirt Blog subvoyage Julia Zohren Aktion Mensch

Die Shirts bestehen aus 100% recycelten Materialien (Bio-Baumwoll-Verschnitten und recycelten PET-Flaschen). Sie wurden in einer von der Fair Wear Foundation kontrollierten Fabrik produziert. Das Design ist durch eine Kooperation zwischen der Aktion Mensch und dem Blog #notjustdown entstanden. Es wurde von Marian Mewes, einem Künstler mit Down-Syndrom, entworfen, der gemeinsam mit seiner Schwester den Blog #notjustdown betreibt. Die Geschwister hinter der Online-Initiative setzen sich im Netz für einen offeneren und vorurteilsfreieren Umgang mit Menschen mit Down-Syndrom ein.

Was bedeutet Inklusion für euch? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema im Alltag bereits gesammelt? Ich freue mich über den Austausch mit euch in den Kommentaren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.