Obst & Gemüse Memory: Kindern spielerisch eine gesunde Ernährung näher bringen

Werbung | Durch das Vorleben und Einbeziehen lernen unsere Kinder viel über gesunde Ernährung. Dafür bieten sich zahlreiche Möglichkeiten: Von Beginn an sitzen sie bei den Mahlzeiten gemeinsam mit uns am Familientisch, beim Einkauf im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt binden wir sie aktiv ein, im Garten bei Oma und Opa ernten sie Salat oder buddeln reife Kartoffeln aus, in der Küche waschen sie Gemüse und schneiden mit dem Kindermesser erste Stücke klein.

Außerdem können sie die Mahlzeiten mitgestalten, was das Essen für sie zu einem freudigen Ereignis macht. Natürlich gibt es auch bei uns Tage, an denen die Mahlzeiten nicht ganz so ausgewogen sind, oder ein “Ich mag nur Nudeln ohne alles essen” vorgeht. Doch im Großen und Ganzen kochen und essen wir als Familie gerne.

Kindern spielerisch eine gesunde Ernährung näher bringen: Das Obst & Gemüse Memory

Im Alltag können Kinder daher meiner Meinung nach ganz automatisch und mit uns gemeinsam vieles über Ernährung erfahren. Dieses Wissen kann man im Spiel prima vertiefen. Wir wäre es zum Beispiel, Gemüse- und Obstsorten bei einer Partie Memory zu lernen?

Ich habe kurzerhand eine bunte Version selbst entworfen. Je zehn Gemüse- und Obstsorten habe ich zunächst analog gezeichnet und anschließend digitalisiert. Mit einem Klick auf den Memory-Download gelangst du zu den Zeichnungen und kannst sie kostenlos abspeichern. Drucke das DIN A4 Blatt zweimal farbig aus, sodass Pärchen gebildet werden können. Schneide die Kacheln anschließend aus und klebe sie auf kleine Pappquadrate, die du vorbereitet hast. Fertig ist das DIY Memory!

Angebot für Kindergärten & Schulen: Allos “Frühstück auf dem Hof”

Vollwertige Ernährung sowie die Besonderheit von Bio-Lebensmitteln spielerisch und interaktiv näherbringen – diese Mission hat sich auch mein langfristiger Kooperationspartner Allos gesetzt. Dem Hersteller ist es wichtig, sein Wissen rund um eine ausgewogene Ernährung mit Groß und Klein zu teilen. Deswegen bietet der Bio-Pionier bereits seit 2010 das “Frühstück auf dem Hof” für Grundschulklassen und Kindergartengruppen an. Dabei frühstücken die Kinder gemeinsam, befüllen eine Ernährungspyramide mit Lebensmitteln, erschmecken bei einem Sensorik-Spiel beispielsweise die Zutaten von Aufstrichen und besuchen die Lebensmittelproduktion auf dem Allos Hof in Drebber.

Vergangenes Jahr habe ich in einem Blogartikel nicht nur das “Frühstück auf dem Hof” genauer vorgestellt, sondern in dem Rahmen auch Inspiration für den Inhalt einer Snackbox für Schule, Kita, Ausflüge & Co zusammengetragen.

Kindern spielerisch eine gesunde Ernährung näher bringen

Da man das DIY Memory auch prima unterwegs spielen kann, haben wir uns dieses Mal für ein ausgewogenes Familien-Picknick entschieden. Die Allos-Produkte zur Stärkung haben Klein und Groß gleichermaßen geschmeckt:

Ergänzt haben wir den Picknick-Proviant mit Gemüsestreifen, Obstschnitzen sowie Leitungswasser. Das haben wir in unseren wiederbefüllbaren Trinkflaschen eh immer dabei.

Weiteres Engagement von Allos: Die “Bio-Brotbox”

Bei dem Kauf von Lebensmitteln achte ich schon länger nicht mehr ausschließlich auf den Geschmack. Klar, guter Geschmack ist mir natürlich wichtig. Aber er ist nur ein Aspekt von vielen. Ich schaue beispielsweise auch darauf, wo die Rohstoffe angebaut werden, wie die Lebensmittel produziert werden und wie sich das Unternehmen engagiert, das meine Lebensmittel herstellt. Das „Gesamtpaket“ muss stimmen und eben deswegen mag ich Allos so sehr: Durch den Kauf der Produkte erhalte ich nicht nur hervorragende Qualität, sondern unterstütze indirekt auch Projekte wie das “Frühstück auf dem Hof” oder die “Bio-Brotbox”.

Kindern spielerisch eine gesunde Ernährung näher bringen
Kindern spielerisch eine gesunde Ernährung näher bringen

Bei der bundesweiten Aktion “Bio-Brotbox” werden Bio-Frühstücksprodukte in wiederverwendbaren Brotboxen zum Schulbeginn an die Grundschüler verschenkt, mit dem Ziel Kinder und Eltern auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Bio-Lebensmitteln aufmerksam zu machen. Seit 2014 ist auch Allos als Sponsor dabei und unterstützt jedes Jahr viele lokale Bio-Brotbox-Aktionen mit den eigenen Produkten. Im Jahr 2019 wurden ganze 85.000 Brotboxen vom Bio-Pionier unterstützt! Und auch in diesem Jahr ist der Bio-Pionier natürlich wieder dabei.

Im Interview mit einer Expertin: Gesunde Ernährung für Kinder

Uns Eltern beschäftigt das Thema “Gesunde Ernährung für unsere Kinder” im Grunde täglich. Daher war es mir eine große Freude für diesen Artikel Kirsten Michels interviewen zu dürfen und somit fachliches Wissen sammeln zu können. Kirsten Michels ist Ökotrophologin und langjährige Allos-Mitarbeiterin sowie Betreuerin des Projekts „Frühstück auf dem Hof“. Ich habe ihr einige Fragen rund um die Themen gesunde Ernährung und der Vermittlung von Ernährungskompetenz gestellt. Lest selbst:

Überall liest man “eine ausgewogene Ernährung ist in der Wachstumsphase besonders wichtig”. Wie lässt sich dieses “ausgewogen” definieren?

Man könnte auch „abwechslungsreich“ sagen. Kein Lebensmittel allein enthält alle benötigten Nährstoffe. Je abwechslungsreicher und bunter wir essen, desto geringer ist das Risiko einer einseitigen Ernährung. Das kann nur mithilfe einer großen Lebensmittelvielfalt gelingen. Kinder sollten so früh wie möglich die Möglichkeit haben, diese Vielfalt kennenzulernen und ausprobieren zu können.

Ausgewogene Ernährung bedeutet daher nicht, auf etwas verzichten zu müssen – eher im Gegenteil: grundsätzlich sind keine Lebensmittel komplett verboten, es kommt immer auf die Menge und Verzehrshäufigkeit an. Man kann sich bei der Lebensmittelauswahl für eine ausgewogene Ernährung sehr gut am Konzept der Ernährungspyramide orientieren: Reichlich Getränke und pflanzliche Lebensmittel, mäßig tierische Lebensmittel und sparsam Fett- und zuckerreiche Lebensmittel.

Wie können wir unsere Kinder unterstützen, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln?

Hierbei ist die frühkindliche Prägung von Bedeutung: Für Kinder sollte von klein auf immer die Freude am Essen im Vordergrund stehen. Das bedeutet auch, ihnen Zeit zu lassen und Raum zu geben, um mit allen Sinnen auszuprobieren. Um sie mit den Aspekten eines gesunden Essverhaltens vertraut zu machen, ist es außerdem wichtig, ihnen eine vielfältige und ausgewogene Lebensmittel-Auswahl zu bieten. Zu einem gesunden Essverhalten gehören neben den entsprechenden Lebensmitteln auch regelmäßige Mahlzeiten in der Gemeinschaft, ohne strenge Kontrolle, Verbote oder Zwänge. Gesunde Kinder haben in der Regel ein gut reguliertes Hunger- und Sättigungsgefühl.

Ebenso wichtig ist die Vorbildfunktion der Eltern, denn kleine Kinder lernen durch das Nachahmen. Ernähren sich also die Eltern gesund und ausgewogen, dann wird das Kind dies wahrscheinlich auch eher übernehmen.

Ich finde, es ist zudem leichter, Kindern ernährungsbezogenes Wissen zu vermitteln, wenn man sie zusätzlich in der Praxis mit einbezieht, z.B. beim Anpflanzen von Obst und Gemüse im Garten, beim gemeinsamen Einkaufen und bei der Zubereitung der Lebensmittel.

Warum sollte beim Beikoststart auf Salz verzichtet werden?

Vorweg: Zu viel Speisesalz (Natriumchlorid) ist für jede Altersgruppe ungesund. Eine hohe Speisesalzzufuhr erhöht das Risiko für Bluthochdruck (Hypertonie). Bluthochdruck gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Insbesondere im ersten Lebensjahr, wenn das Gewicht gering ist und der Stoffwechsel sich noch entwickelt, sollte die Ernährung so salzarm wie möglich sein. Der natürliche Salzgehalt in der Muttermilch bzw. der Gehalt Flaschenmilch aus Pulvernahrung (Säuglingsmilchnahrung) als Alternative zur Muttermilch, wie auch die Gehalte in Gemüse, Getreide und Fleisch in der Beikost reichen i.d.R. aus, um den Salzbedarf des Säuglings im ersten Lebensjahr zu decken.

Was den Geschmack angeht: Babys, kennen noch kein gesalzenes oder anderweitig gewürztes Essen und werden es somit auch nicht vermissen, auch wenn der Beikost-Brei für unseren eigenen Geschmack zu fade ist.

Achtung: Auch bestimmte Mineralwässer haben einen relativ hohen Salzgehalt. Daher sollte man hier auf natriumarme Produkte achten.

Was und wie viel sollten Kinder trinken?

Als Getränke für Kinder eignen sich am besten Leitungswasser, Mineralwasser, ungesüßter Tee (Früchte- oder Kräutertee) oder stark verdünnte Säfte (Saftschorlen aus ca. einem Teil Saft und zwei bis drei Teilen Wasser). Grundsätzlich gehört für Kinder zu jeder Mahlzeit ein Getränk, das gilt auch für die Frühstückspause in der Kita oder Schule. Selbstverständlich sollten Kinder aber auch zwischendurch immer die Möglichkeit haben, etwas zu trinken. Koffeinhaltige Getränke, zuckerhaltige Limonaden & Co. sollte Kindern definitiv nicht gereicht werden.

Die tatsächlich benötigte Menge an Wasser und somit Getränken ist sehr individuell und tagesabhängig, unter anderem auch davon, wie viel Wasser mit der festen Nahrung aufgenommen wird. Denn auch Obst und Gemüse haben in der Regel einen hohen Wassergehalt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bietet detaillierte Richtwerte für die Wasserzufuhr für verschiedene Altersgruppen. Bei Kindern unter 10 Jahren ist demnach durchschnittlich ein knapper Liter in Form von Getränken pro Tag ausreichend. In der Ernährungspyramide des BfZE werden vereinfacht 6 Portionen (Gläser) Getränke pro Tag als Orientierung empfohlen.

Mein Kind isst nur ungern Gemüse. Wie kann ich es ihm schmackhaft machen?

In einem solchen Fall sollte man auf gar keinen Fall Druck aufbauen. Manchmal lehnen Kinder bestimmte Lebensmittel nur beim ersten Probieren ab, aber durch weiteres Anbieten dieser und durch wiederholtes Ausprobieren kann sich durchaus noch eine Akzeptanz entwickeln. Man sollte den Kleinen die Möglichkeit geben, sich an den Geschmack zu gewöhnen, ihn zu erlernen und im Idealfall auch lieben zu lernen. Ablehnungen gegen bestimmte Gemüsesorten sollten akzeptiert werden. Es gibt ja eine riesige Auswahl! Erfahrungsgemäß bevorzugen viele Kinder milde, leicht süßliche Gemüsesorten, wie z.B. Möhren, Gurken, Erbsen oder Kohlrabi.

Zudem spielt auch hier das Miterleben eine Rolle: Wenn Kinder bereits mithelfen durften, die Speisen zu ernten oder zuzubereiten, dann sind sie oftmals viel eher bereit, diese auszuprobieren. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Außerdem isst bekanntermaßen auch das Auge mit: Eine ansprechende, farbenfrohe Darbietung der Lebensmittel, gerne auch als Fingerfood, sowie raffinierte Rezepte können helfen, dass sie gerne angenommen werden. Als Beispiele seien hier Tomaten genannt, die als Rohkost bei Kindern eher unbeliebt sind, als leckere Tomatensoße – oder suppe aber oftmals gern gegessen werden. Generell können in Soßen und Suppen viele Gemüsesorten gut „versteckt“ werden.

Wie können Kinder beim Thema Ernährung im Alltag einbezogen werden?

Das kann auf ganz vielfältige Art und Weise geschehen und fängt beim Einkauf der Lebensmittel an und reicht über den Gemüseanbau auf dem Balkon oder im Garten bis hin zum gemeinsamen Kochen oder Mithelfen beim Befüllen der Frühstücks-Box. Eine Möglichkeit ist auch, den Wochenplan für das Essen gemeinsam mit den Kindern zu entwickeln und zum Beispiel in Kochbüchern zu stöbern und Rezepte auszusuchen.

Warum sind gemeinsame Mahlzeiten mit der ganzen Familie am Tisch so wichtig für Kinder?

Das Essen in Gemeinschaft ist viel mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme, unter anderem bietet es auch die Möglichkeit zur Kommunikation und den Austausch innerhalb der Familie. Außerdem erzeugen täglich wiederkehrende Rituale, wie zum Beispiel ein wiederkehrendes, gemeinsames Frühstück in Ruhe und Gemeinschaft mit einer gesundheitsbewussten Auswahl von Lebensmitteln, bewussten Genuss und Wohlbefinden.

Welche gesunden Snacks eignen sich für Kindergarten, Schule, Ausflüge & Co besonders gut?

Ideal sind Obst- und Gemüse-Rohkost, Müsliriegel und Fruchtschnitten, Vollkornkekse, oder auch ein Naturjoghurt mit frischen Früchten. Werden auch mal Süßigkeiten mitgegeben, ist es wichtig auf die Zusammensetzung, den Zucker- und Fettgehalt zu achten. Ebenso bei den Getränken: Soll es etwas anderes als Wasser oder ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee sein, dann ist ggf. eine Saftschorle aus ca. 1 Teil Saft und 2 bis 3 Teilen Wasser in jedem Fall die bessere Alternative als die Limonade.

Wie können Kinder einen bewussten Umgang mit Süßigkeiten & Co erlernen?

Ich finde es wichtig zu betonen, dass es grundsätzlich keine strikten Verbote geben sollte. Das führt nur zum heimlichen Naschen. Stattdessen lohnt es sich, Absprachen mit dem Kind zu treffen, wie zum Beispiel, dass es – auf das Frühstück bezogen – die süße Schokocreme nur am Wochenende gibt oder Croissants nur am Sonntag zum großen Familienfrühstück. Süßigkeiten und „Knabberkram“ gibt es nur zu besonderen Gelegenheiten oder Anlässen und insbesondere nicht am Vormittag oder vor den Mahlzeiten. So lässt sich ein Bewusstsein für das „Besondere“ schaffen.

Ich würde Süßigkeiten auch nicht offen und in der Reichweite von Kindern lagern, das stellt eine ständige Verführung dar und wie generell beim Essverhalten kommt es hier natürlich auch auf die eigene Vorbildfunktion an. Regelmäßige, schmackhafte Hauptmahlzeiten helfen außerdem dabei, Heißhunger und ständiges „Zwischendurch-Snacken“ zu verringern.

Vielen Dank für das informative Interview!

Wie integrierst du das Thema “Ernährung” in deinen Alltag?

Ich hoffe, du konntest einiges aus diesem Artikel mitnehmen und das ein oder andere neu lernen. Welche Rolle spielt die gesunde Ernährung in deinem Familienalltag? Wie bindest du deine Kinder ein? Was fällt dir leicht und was schwer? Wo hast du vielleicht noch offene Fragen? Ich freue mich auf den Austausch in den Kommentaren!

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