Meine nachhaltige und minimalistische Kliniktasche

Ich schätze mich unglaublich glücklich, bereits zwei Kinder geboren zu haben. Auch wenn unsere zweite Tochter wie geplant zu Hause auf die Welt kam, habe ich dennoch zweimal eine Kliniktasche gepackt. Die erste war voll mit vielen Dingen, die ich während des dreitägigen Krankenhausaufenthalts nach der Geburt nicht benötigt habe. Wiederum andere Dinge haben in dieser ersten Kliniktasche gefehlt. Da ich aus dieser Erfahrung gelernt habe, teile ich in diesem Artikel den Inhalt meiner zweiten Kliniktasche mit euch.

Grundsätzlich gilt natürlich: das, was für mich wichtig ist bei einem Krankenhausaufenthalt nach der Geburt, muss nicht das sein, was für euch wichtig ist. Und andersherum. Daher kann diese Liste lediglich als Inspiration dienen. Wenn ihr ein wenig mehr einpacken möchtet, weil ihr euch damit einfach besser fühlt, dann macht das unbedingt. Alles, was euch entspannt in die Geburt starten lässt, ist gut.

Minimalistische und nachhaltige Kliniktasche Hausgeburt Blog subvoyage Julia Zohren

Warum bei einer geplanten Hausgeburt eine Kliniktasche packen?

Bei unserer zweiten Geburt haben wir uns ganz bewusst für eine Hausgeburt entschieden. In dem Geburtsbericht auf dem Blog habe ich euch bereits von unserer wunderbaren Geburtsreise erzählt. Wir haben die Kliniktasche letztendlich nicht benötigt. Dennoch habe ich mehrere Wochen vor dem errechneten Geburtstermin erneut eine nachhaltige und minimalistische Kliniktasche gepackt.

Warum? Eine Hausgeburt findet nur statt, wenn das Baby offiziell kein Frühchen mehr ist. Die 37. Schwangerschaftswoche muss somit abgeschlossen sein – erst dann beginnt die Rufbereitschaft der Hausgeburtshebamme. Hätte sich unsere Tochter entschieden früher auf die Welt zu kommen, hätten wir zur Entbindung ins Krankenhaus gemusst. In einigen Fällen werden Hausgeburten zudem ins Krankenhaus verlegt. Meist weil die Frau eine Methode zur Schmerzlinderung wünscht oder aber aufgrund von Komplikationen. Für beide Eventualitäten, Frühgburt und Verlegung, habe ich meine Kliniktasche gepackt und griffbereit parat gestellt.

Meine nachhaltige und minimalistische Kliniktasche

Für den Kreissaal Für die Mama
Nüsse & Trockenfrüchte 2 lange, weite Hosen
Edelstahlstrohhalm3 lange, weite Oberteile
Geburtsöl 2 Unterziehtops
Geburtshypnose dicke Strickjacke
Kopfhörer2 Paar Socken
Badelatschen/Hausschuhe
Für das Baby Periodenunterhosen
Spuck-/PucktuchStoffbinden
Babydecke Still-BH
WolleseidebodyStoffstilleinlagen
WollstrumpfhoseWaschlappen
WollsockenHandtuch
Hose + Oberteil Bambuszahnbürste
Wollmütze Zahnputztabletten
Overall parfümfreie feste Seife
Baby-AutoschaleKamm/Bürste

Kliniktaschen-Liste herunterladen

Gerne könnt ihr euch die Kliniktaschen-Liste als PDF-Dokument herunterladen, um sie euch abzuspeichern.

Packt euch am besten zur Erinnerung einen Notizzettel oben auf die Kliniktasche mit den Hinweis “Ausweisdokumente”. Mutterpass, Krankenkassenkarte, Personalausweis und auch das Stammbuch sollten beim Aufbruch in das Krankenhaus noch fix eingepackt werden. Bewahrt diese am besten immer am gleichen Platz auf, damit ihr sie nicht erst suchen müsst. Das gleiche gilt für das Handyladekabel, falls ihr euer Smartphone mit ins Krankenhaus nehmen möchtet.

Auch wenn meine zweite Kliniktasche eher minimalistisch war, habe ich auch dieses Mal wieder den gesamten Inhalt in einen kleinen Reisekoffer mit Rollen gepackt. In solch einem Koffer mit zwei Schalen lässt sich für mich deutlich besser Ordnung halten als in einer großen Tasche.

Was habe ich bei der zweiten Kliniktasche anders gemacht?

Bei der ersten Geburt habe ich zu kurze und enge Oberteile eingepackt. Gerade zum Stillen sind weite Oberteile deutlich praktischer und ich persönlich habe mich damit auf der Wochenbettstation einfach wohler gefühlt – mein Mann hat mir alles, was ich vergessen hatte / falsch eingepackt habe, am Morgen nach der Geburt von zu Hause mitgebracht. Das ist der Regel problemlos möglich und daher ist es halb so wild sollte die Kliniktasche nicht ganz ideal gepackt sein.

Schminke, Bücher oder ähnliches zur Beschäftigung – was ich beim ersten Mal noch eingepackt hatte – brauchte ich hingegen nicht. Während der Geburt und mit einem Neugeborenen ist man zu genüge beschäftigt.

Informiert euch nach Möglichkeit vorab, was im Krankenhaus alles zur Verfügung steht. Meist ist das nämlich einiges, das nicht zusätzlich von euch eingepackt werden muss: Windeln, Einlagen für den Wochenfluss, Netzunterhosen, Stilleinlagen, Stillhütchen, Stilltee, Brustwarzencreme, Kirschkernkissen, Kleidung für Neugeborene.

Was durfte in eurer Kliniktasche auf keinen Fall fehlen? Verratet es uns gerne in den Kommentaren als Inspiration für alle werdenden Mütter da draußen 🙂

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