Pflanzenmilch Ratgeber // Plus: Mandelmilch selber machen

Julia hat diese Woche ihre 30 Tage Challenge VEGAN angekündigt, die ihr auf Instagram intensiver verfolgen könnt. Diese Woche stand vor allem das Thema Pflanzenmilch im Mittelpunkt. Daher möchte ich dieses Thema in diesem Artikel etwas vertiefen.

Als ich heute Morgen aufgestanden bin, habe ich mir gleich meinen Laptop geschnappt und nach Informationen zu Pflanzenmilch gesucht. Der erste Artikel, auf den ich gestoßen bin, war vom NDR mit dem Titel “Wie gesund ist Milchersatz?”. Hier wurden unterschiedlichste Arten von Pflanzenmilch aufgeführt und hinsichtlich ihrer Nährstoffe und Verwendungsmöglichkeiten untersucht. Diese möchte ich euch in einer kurzen Übersicht gerne auflisten.

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Pflanzenmilch im Überblick

Mandelmilch: enthält wenig Eiweiß und Kalzium, reich an Spurenelementen und Vitaminen, nussiges Aroma, eignet sich besonders gut zum Backen oder im Müsli, weniger gut im Kaffee (flockt aus)

Sojamilch: ungesüßt leicht bitter im Geschmack, viel Folsäure und pflanzliche Proteine, weniger Kalzium (oft künstlich hinzugefügt), lässt sich meist gut aufschäumen und eignet sich daher gut für Kaffee

Hafermilch: kalorienhaltiger, leicht süßlich im Geschmack, relativ nährstoffarm, für Allergiker gut geeignet, eignet sich vor allem zum Kochen und Backen

Reismilch: kalorienhaltiger, neutraler Geschmack, relativ nährstoffarm, laktose-, milcheiweiß- und glutenfrei und daher allergikergeeignet, besonders gut zur Zubereitung von Süßspeisen

Kokosmilch: reich an Kalium, Natrium und Magnesium, enthält gesunde Fettsäuren, durchschnittlicher Fettgehalt 14 bis 16 Prozent, intensiver Eigengeschmack, besonders für die asiatische Küche (zB. Currys) geeignet

Dinkelmilch: ballaststoffreich, schmeckt intensiv nach Getreide, enthält wenig Eiweiß, kaum Vitamine und Mineralstoffe, wird häufig mit Kalzium angereichert, oft gut verträglich für Menschen, die auf Milcheiweiß allergisch reagieren

Man begegnet in dem Artikel vom NDR jedoch auch einer starken Skepsis gegenüber den Milchalternativen. So wird immer wieder der Kalziumgehalt wie auch das Thema Umweltschutz angesprochen. Doch gerade bei den beiden Thema steht Kuhmilch nach meinem persönlichen Wissen hinten an. Die Suche nach Informationen zur Pflanzenmilch ging also weiter.

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Kuhmilch in der Kritik

Auf Utopia bin ich auf einen Artikel gestoßen mit fünf Argumenten, die gegen Milch sprechen. Einige Informationen waren auch hier für mich neu, daher möchte ich diese gerne mit euch teilen:

“Es ist absolut paradox, dass Menschen die einzigen Lebewesen sind, die Milch von anderen Tieren konsumieren und das auch noch im Erwachsenenalter.” – Utopia.de

Wir Deutschen zählen zur Weltspitze wenn es darum geht Milcherzeugnisse zu konsumieren. Und das obwohl unser Körper nicht einmal auf den Verzehr von Kuhmilch ausgerichtet ist. Davon, dass der Körper Milch braucht, kann also überhaupt nicht die Rede sein. die rede sein, Unser Körper weiß nicht einmal wie er sie richtig verwerten soll.

5 Argumente gegen Kuhmilch

  1. Milch kann zu vielen unterschiedlichen Krankheitsbildern führen wie Allergien, Infekten, Hautproblemen, Neurodermitis, Asthma, Diabetes und sogar Krebs. Ein Grund dafür können die körperfremden Proteine sein, gegen die sich der Körper zu weheren versucht. Zu dieser Annahme gibt es jedoch noch keine wissenschaftlichen Studien.
  2. Wie bereits in der Einleitung angesprochen ist Milchunverträglichkeit eigentlich normal. 75% der Weltbevölkerung sind laktoseintolerant. Erst durch die Viehzucht und den dadurch folgenden Milchkonsum hat der menschliche Körper begonnen das Enzym Laktase zu entwickelt um Milch überhaupt verdauen zukönnen.
  3. Bereits als Kind bekommt man, vor allem auch durch Werbung, eingetrichtert, dass man das Kalzium in der Kuhmilch für seine Knochen und Muskeln braucht um groß und stark zu werden. Es ist korrekt, dass Milch einen besonders hohen Anteil an Kalzium hat und das dieses Mineral essentiell für Skelett, Zähne und Muskelfunktion ist. Doch was die Mehrheit nicht weiß (zu der ich vor dem Lesen des Artikel auf Utopia.de auch gehört habe) ist, dass der Körper durch das viele tierische Protein in der Milch übersäuern kann. Um dieses Übersäuern zu neutralisieren entzieht der Körper den Knochen Kalzium. Dieser Kalziumverlust durch Milchkonsum kann Osteoporose zur Folge haben.
  4. Milch ist längst kein natürliches Produkt mehr. Die industriell gefertigte Milch wird homogenisiert, in ihre Einzelteile zerlegt, pasteurisiert, wärmebehandelt, haltbar gemacht.
  5. Sind Bio-Kühe “glücklicher”? Bio-Milch stammt auch biologischer Landwirtschaft und enthält sowohl mehr Vitamine als auch mehr Omega-3-Fettsäuren sowie weniger Schadstoffe. Doch was diese Milch nicht von industrieller Massenmilch unterscheidet ist, dass die Kühe als Lieferanten mindestens einmal im Jahr kalben müssen um dann gleich nach der Geburt von ihrem Kalb getrennt zu werden und wenn sie dann statt 20 Jahre zu Leben fünf Jahr Milch geliefter haben zum Schlachter wandern. In der konventionellen Milch wird dann Dank der Turbokühe, die 40 statt wie üblich 8 Liter Milch liefern, Antibiotika mitgeliefert, da eine solche Hochleistung dem Dauerschwanger sein und viel Kraftfutter zugrunde liegt, was einige Krankheiten mit sich bringt wie etwa Euterentzündungen.

Bei mir zu Hause gibt es schon seid längerem nur noch Pflanzenmilch. Wer mit dem Gedanken spielt umzusteigen und noch nicht seine Lieblingspflanzenmilch gefunden hat, der kann sich auf Utopia einen Überblick verschaffen. Dort gibt es eine übersichtliche Tabelle mit einen Geschmackstest von 16 unterschiedlichen Bio-Milchalternativen.

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Wem das ganze vielleicht zu teuer sein mag, dem könnte es eher zusagen die Pflanzenmilch selber zu machen. Und das ist leichter als gedacht!

Rezept: Mandelmilch

Zutaten:

200 g Mandeln

etwas Wasser zum Einweichen

0,5 – 1 L Wasser

Optional: eine Prise Salz,
1 Spitzer Agafendicksaft
oder 2 Datteln

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So geht’s:

  1. Die Mandeln (optional mit den Datteln) über Nacht in etwas Wasser einweichen. Nach dem Einweichen das Wasser abschütten.
  2. Optional: Wer die Milch weißer haben möchte, der befreit die Mandeln von der Schale. Man kann sie einfach herausdrücken.
  3. Die Mandeln zuerst mit 500 ml Wasser und nach Geschmack mit einer Prise Salz in einem Mixer zu einer schaumigen, homogenen Pflanzenmilch verarbeiten. Wer es etwas dünnflüssiger haben mag der gibt nun noch die weiteren 500 ml dazu. Die Mandelmilch für einige Minuten ruhen lassen, damit die Mandeln ihren Geschmack entfalten können.
  4. Optional: Wer mag, der filtert seine Mandelmilch durch ein feines Baumwolltuch. Die Mandelreste, die man somit abfängt, eignen sich hervorragend zum Backen.
  5. Wer nicht bereits im Vorfeld mit Datteln gesüßt hat, der kann die Mandelmilch im Nachhinein mit Agavendicksaft abschmecken. Mandelmilch sollte immer frisch zubereitet und zeitnah verbraucht werden. Im Kühlschrank hält sie sich 3 bis 5 Tage.

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Kategorie Rezept

Ich bin Anna. Ein leidenschaftlicher, kreativer Mensch. Ich bin stolze Öko-Tante und vergesse dennoch gelegentlich hinter mir das Licht auszumachen. Nicht ein Einzelner muss alles perfekt machen. Lasst uns zusammen daran arbeiten, die Welt wieder ein Stück grüner zu machen!

4 Kommentare

  1. Pingback: Mandelmilch selber machen: Aus Mandelmus oder ganzen Nüssen

  2. Pingback: Vegan backen für Anfänger | Über Eiersatz und Co.

  3. Ich hab – seit ich mein Passier-Tuch habe, schon oft versucht, Haferdrink, Cashewdrink und Mandeldrink selbst zu machen… Leider schmecken mir die Alternativen aus dem Tetrapack immer noch besser, die möchte ich aber wegen des Mülls nicht so oft kaufen! Deshalb werde ich dein Rezept auch noch ausprobieren – auf den Fotos sieht der Mandeldrink nämlich mega lecker aus!
    Liebe Grüße,
    Sonja

    • Hallo liebe Sonja, vielleicht kommt dir ja die Süße der Datteln geschmacklich entgegen. Auf dem Blog Kraut Kopf gibt es auch ein sehr schönes Rezept für Mandelmilch mit Vanille Armoma. Vielleicht ist das auch mal einen Versuch wert 🙂

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