Quick Talk – Selbstbewusstsein: Sei dir deiner Selbst bewusst!

Selbstbewusstsein würde man sich am liebsten groß auf die Fahne schreiben. Mit fester Stimme und stabilem Stand eine lässige Präsentation vor einem großen Publikum halten. Prüfungen stressfrei hinter sich lassen. Als erster das unbekannte Terrain meistern. Wär’s das nicht? Doch bin ich dem gewachsen? Ich bin eher schüchtern. Ich bin längst nicht so humorvoll wie sie. Und reichen dafür überhaupt meine Fachkenntnisse? Und schon fange ich an mich klein zu reden, obwohl es doch eigentlich um das Selbstbewusstsein gehen sollte.

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Es kann hilfreich sein sich eine Definition des Begriffes Selbstbewusstsein vor Augen zu führen. Selbstbewusstsein kann als die Fähigkeit an sich selbst zu glauben und alle Aufgaben zu meistern aufgefasst werden. Der eine macht das Selbstbewusstsein eher an einer Körperhaltung fest. Für den nächsten ist die Ausstrahlung ausschlaggebend. Ich interpretiere Selbstbewusstsein als ein “mir meiner Selbst bewusst sein”. Ich weiß was ich kann. Ich weiß wo meine Stärken liegen. Ich weiß was mich antreibt, was mich motiviert. Ich bin mir meiner Einstellung, meiner Haltung bewusst. Ich bin mir meiner Aktionen bewusst. Ich weiß wann ich agiere. Ich weiß wann ich reagiere.

Was genau ist Selbstbewusstsein? Der Fokus sollte auf dem Bewusstsein liegen.

Eine solche Auffassung von Selbstbewusstsein nimmt mir den Druck. Ich konzentriere mich komplett auf mich. Alle Aufmerksamkeit liegt bei mir. Ein solches Bewusstsein bekommt man nicht von heute auf morgen. Es braucht Training. Immer und immer wieder. Das Gute daran ist: Wer fleißig trainiert wird besser. Auf was bin ich stolz? Eine Frage, die längst nicht für jeden so einfach und ohne Kompromisse zu beantworten ist. Werde die Kompromisse los. Lerne Komplimente dankend anzunehmen. Lerne anerkennende Komplimente zu verteilen. Sei stolz. Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen Ego und Stolz.

Mach dir eine Liste, schreib dir einen Brief oder finde deinen ganz eigenen Weg um die guten Seiten an dir zu loben und um dir dieses Lob wieder abrufen zu können wenn sich die negative Stimme in deinem Kopf breit macht. Wir halten uns viel zu oft selbst klein. Dein Selbstbewusst sein kann durch ein positives Feedback gepuscht werden. Fällt es dir selbst noch zu schwer ein solches Feedback zu formulieren, dann erfrag dir eine Fremdwahrnehmung. Ich selber bin immer wieder erstaunt was meinem Gegenüber alles auffällt. Wie ich auffalle. Wie unterschiedlich doch oft die Selbst- und die Fremdwahrnehmung ist. Wie wenig man sich manchmal selber leiden kann, aber wie gerne man doch mit der Person befreundet wäre als die man beschrieben wird.

Versuche Abstand zu den negativen Selbstkritiken in deinem Kopf zu gewinnen und sei dir deiner Selbst bewusst!

4 Kommentare

  1. Ein schöner Artikel! Viele Menschen haben große Schwierigkeiten damit Selbstbewusstsein nicht mit Schlagfertigkeit, Unerschrockenheit oder Stärke zu verwechseln – ich finde es gut, wie du das Thema aufgegriffen hast! Ich habe den Begriff vor einer Weile auch schon einmal auseinander genommen, vielleicht ist das auch etwas für dich: http://www.positiviphy.de/selbstbewusstsein/ <3

    • Liebe Anni,

      vielen lieben Dank für dein Lob 🙂 Absolut. Durch die Verbindung mit solchen Worten wie Schlagfertigkeit, Unerschrockenheit und Stärke wirkt der Begriff “selbstbewusst sein” regelrecht erschlagend. Wenn man in seinem Verständnis den Blickwinkel wechselt und ihn auf das Bewusstsein seiner Selbst richtet, verliert der Titel “selbstbewusst” für mich eindeutig an Druck.

      Danke für den Lese-Tipp. Da muss ich gleich mal vorbeischauen 🙂

      Ganz liebe Grüße,

      Anna

  2. Sei dir deiner Selbst bewusst…leicht gesagt, aber schwer in der Umsetzung! Ich kenn das Problem auch! Im Freundeskreis habe ich damit keine Probleme, aber sobald ich unter fremden Menschen bin, bin ich mini mini klein und kann quasi nichts…! Ich kann dich da sehr gut verstehen!
    Liebe Grüße
    Jenny

    • Liebe Jenny,

      ich habe in meinem letzten Semester an einem Persönlichkeits-Entwicklungs-Programm teilgenommen. Dabei haben wir uns jede Woche ein Ziel gesetzt, das wir erreichen wollten. Der Mount Everest lässt sich nämlich auch in kleinen Schritten besteigen. Ich habe dadurch vor allen mein Bewusstsein über mich selbst gestärkt, da ich eben jede Woche den Fokus auf eine meiner Eigenarten gelegt habe.

      Ganz liebe Grüße zurück,

      Anna

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