Tag 1 – Mountainbike-Tour um den Kilimandscharo

Ich mache den ersten Tritt in die Pedale und noch immer dröhnt mir die Frage “Schaffe ich das wirklich?” im Hinterkopf. Noch nie haben ich auf einem Mountainbike gesessen. Vor mir liegen 4 Tage auf dem Rad. Auf Schotterpisten. In Tansania. Rund um den Kilimandscharo. Nach den ersten paar Metern weiß ich: es war eindeutig die richtige Entscheidung.


Kilimandscharo

Schotterpiste-Tansania

Radtour-Tansania-Lunch

Radfahrer-auf-Schotterpiste-in-Tansania

Unsportlich war ich nie. Das liegt bei mir wohl in der Familie. Meine Eltern sind beide in der Fintessbranche tätig gewesen, ich bin quasi im Fitnessstudio groß geworden. Schon immer habe ich gerne neue Sportarten ausprobiert. Da mein Freund nun seit 2 Jahren Rennrad fährt, lag auch für mich das Radfahren nicht fern.

Ein klassische Safari im Auto habe ich bereits in Namibia gemacht. Ich wollte etwas neues erleben, wollte mein Umfeld bewusster wahrnehmen, wollte mich selbst bewegen und nicht passiv im Auto sitzen.

Mein erster Kontakt mit Jan von “Tansania erfahren” war locker und unkompliziert. Die Route hat er nach unseren Wünschen und Bedürfnissen angepasst. Wir mussten uns um nichts kümmern.

Tagsüber haben wir die meiste Zeit mit unserem Guide Abdul auf dem Rad verbracht. Ashley ist unser Begleitfahrzeug gefahren, in dem sämtliche Ausrüstung Platz gefunden hat. Vegetarisches Essen haben wir vom Koch Andrea bekommen. Immer mit dabei war natürlich auch Jan.

Radtour-Tansania-Steinbruch-Camp

Nach 51 km erreichen wir unser erstes Ziel. Gestartet sind wir auf 2000 m Höhe. Ist es in den tieferen Regionen Tansanias im Dezember sehr trocken, so gibt es in diesen Höhen doch den ein oder anderen Regenschauer.

Von solch einem Schauer wurden wir kurz vor unserem Camp überrascht. Wir warmen komplett durchnässt, der Schlamm bliebt an unseren Rädern kleben und blockierte diese. Wir kamen keinen Meter mehr vorwärts. Jan hat uns mit dem Auto abgeholt.

Der ursprüngliche Plan, die Zelte auf einem Hügel aufschlagen, konnte bei dem Wetter nicht mehr umgesetzt werden. Spontan haben wir uns entschieden unser Camp im Steinbruch am Fuß des Hügels aufzubauen. Eine super Lösung! Der Regen hat zum Glück dann auch schnell wieder nachgelassen.

Am nächsten Morgen haben wir uns noch vor dem Frühstück zu Fuß auf den Weg zur Spitze des Hügels aufgemacht. Die Aussicht war einfach unglaublich, bis nach Kenia konnten wir blicken.

Radtour-Tanasania-Tisch

Radtour-Tansania-Aussicht-auf-Berge

Radtour-Tansania-Aussicht-ins-Tal

Radtour-Tansania-Aussicht-von-Berg

Radtour-Tansania-Aussicht-von-Hügel

Radtour-Tansania-Adler

Nach einer Stärkung haben wir uns auf die frisch geputzten Räder geschwungen und sind bei bestem Wetter den nächsten Trip angetreten. 57 km liegen vor uns.

7 Kommentare zu “Tag 1 – Mountainbike-Tour um den Kilimandscharo

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  4. Scheint eine coole Tour gewesen zu sein. Die Bilder sind auch wirklich schön 🙂
    Wird Zeit das ich auch mal nach Afrika komme.
    liebe Grüße
    Nils

    • Hallo Nils,

      vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob 🙂

      Afrika hat mich seit meinem ersten Aufenthalt 2013 in Namibia in seinen Bann gezogen. Der Alltag dort ist ein ganz anderer. Vielleicht nicht jedermanns Sache. Abenteuerlustigen kann ich diesen Ausflug in eine komplett andere Welt aber nur empfehlen!

      Ganz liebe Grüße,

      Julia

  5. Wow, das ist eine tolle Idee mit dem Fahrrad durch Tansania. Werde mir auf alle Fälle auch noch die anderen Berichte durchlesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man das Land auf dem Rad viel mehr erfährt als im Jeep. 🙂 Das würde mir auch viel Spaß machen. 🙂

    Liebe Grüße

    Myriam

    • Hey Myriam,

      man nimmt die Umgebung auf dem Rad auf jeden Fall sehr viel intensiver und bewusster wahr! Alleine schon weil man deutlich aufmerksamer ist, da man aktiv fährt und nicht nur passiv im Auto sitzt. Man ist auch viel freier als in einem engen Jeep 🙂 Jedem, der fit ist und ein wenig Abenteuer mag, kann ich solch eine Tour nur empfehlen.

      Ganz liebe Grüße,

      Julia

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