Tag 2 – Mountainbike-Tour um den Kilimandscharo

Die Landschaft hat sich stark gewandelt. Wir fahren nun in einer niedrigeren Höhe. Der Regen ist schon längst vergessen. Trockene, helle Töne dominieren das Bild. Unsere Route führt durch eine so genannte “Wildlife-Management-Area”.

Affen sind wir sogar schon in der Stadt begegnet. Doch hier sehen wir nun zahlreiche Giraffen, Springböcke und sogar einen Elefanten. Die Tiere halten sich zeitweise direkt neben dem Weg auf.

Radtour-Tansania-Mountainbiker-Rückenansicht

Radtour-Tansania-Mountainbike-Guide-Giraffe

Radtour-Tansania-Giraffe

Radtour-Tanasania-Mountainbiker-und-Giraffe

Radtour-Tansania-Wildlife-Management-Area

Radtour-Tansania-weite-Landschaft

Radtour-Tansania-Reifen-flicken
Der Untergrund wechselt immer wieder seine Struktur. Mal fahren wir auf weichem Sand, dann wieder auf groben Steinen. Zwei platte Reifen auf der gesamten Tour sind da wohl kein schlechter Schnitt.

Unser Guide Abdul von Tansania erfahren hat sich einen spitzen Dorn in den Reifen gefahren. Im Schatten eines Baumes konnte er den Schlauch jedoch im Handumdrehen flicken.

Radtour-Tansania-Landschaft

Radtour-Tansania-Camp-Lagerfeuer

Nach anspruchsvollen 57 km und den ersten Blessuren, wie ein von Sonnenbrand geschwollener Knöchel, erreichen wir unser nächstes Camp. Bei unserer Ankunft ist bereits alles aufgebaut.

Ich drehe mich um mich selbst. Rundherum nichts als Bäume. In der Ferne grast eine Herde Giraffen. Wir befinden uns mitten in der Wildnis.

Unsere letzte Dusche liegt nun 3 Tage zurück. Der Dreck kümmert uns hier wenig. Doch so eine “Busch-Dusche” bewirkt dann tatsächlich Wunder. An einem großem Baum hat Jan einen Beutel gefüllt mit Wasser befestigt. Kühles Nass von oben und die Natur Afrikas um einen herum. Es ist Halbzeit. Wir tanken neue Energie für die weiteren Etappen.

Am Lagerfeuer lassen wir am Abend den Tag Revue passieren. Wir haben viel erlebt und gesehen. Da nur wenige Wolken am Himmel sind, gehen wir das Risiko ein und entfernen die Regenplane von unserem Zelt. So können wir in der Nacht aus unseren Schlafsäcken heraus Sterne schauen. Das Lichtspiel ist einzigartig.

Früh am nächsten Morgen bekommen wir von Andrea Tee ans Bett gebracht. Verschlafen öffnen wir die Augen und öffnen das Zelt. Besser könnte der Tag nicht beginnen. Wir blicken direkt auf die aufgehende Sonne hinter dem Kilimandscharo.

Radtour-Tansania-Blick-aus-dem-Zelt
Radtour-Tansania-Sonnenaufgang

Radtour-Tansania-weite-grüne-Landschaft
Noch vor dem Frühstück begeben wir uns auf Rad-Safari und erkunden die Umgebung. Begleitet werden wir aus Sicherheitsgründen von unserem Auto sowie einem Ranger. Dieser war die ganze Nacht über in unserem Camp und hat Wache gehalten.

Mein Herz rast. Nicht unweit von unseren Zelten verschlingt ein einsamer Elefanten-Bulle genüsslich einige Blätter. Wir kommen ihm immer näher. Noch nie habe ich solch ein beeindruckendes Tier aus dieser Nähe beobachten dürfen. Ich bekomme Gänsehaut am gesamten Körper.

Radtour-Tansania-Ranger

Radtour-Tansania-Mountainbiker-und-Elefant

Radtour-Tansania-ein-Mountainbiker-und-ein-Elefant

Radtour-Tansania-Elefant

Wir fahren weiter und lassen den Elefanten hinter uns. Kurz darauf begegnen wir einer Herde Impalas. Als wir näher kommen verschwinden die meisten Tiere. Doch zwei bleiben zurück. Die beiden männlichen Jungtiere liefern sich einen spektakulären Trainingskampf. Immer wieder stoßen sie ihre Hörner gegeneinander.

Der Ranger ist immer an unserer Seite. Er zeigt uns die Grenzen: bis hier hin und nicht weiter. Wir möchten schließlich nicht, dass sich die Tiere durch uns bedroht fühlen. Die kampflustigen Impalas scheinen uns gar nicht zu bemerken. Beide sind höchst konzentriert und lassen sich nicht aus den Augen.

Radtour-Tansania-zwei-Mountainbiker-und-Impalas

Radtour-Tansania-Mountainbiker-kämpfende-Impalas

Radtour-Tansania-Affe

Es ist noch nicht einmal 10 Uhr und dennoch haben wir schon so viel erlebt. Nach einem ausgiebigen Frühstück bereiten wir uns auf die nächsten 42 km vor.

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